
Das Institut
Das Deutsch-Französische Institut (dfi) ist ein unabhängiges Forschungs-, Dokumentations- und Beratungszentrum für Frankreich und die deutsch-französischen Beziehungen in ihrem europäischen Umfeld. Als Plattform für den Dialog von Akteuren beider Länder begleitet und gestaltet es seit mehr als sechzig Jahren die deutsch-französische Kooperation in den Bereichen Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.
Geschichte
Das Institut wurde 1948 in Ludwigsburg gegründet – lange bevor die Aussöhnung nach dem Krieg durch den deutsch-französischen Freundschaftsvertrag von 1963 staatlich besiegelt und die Zusammenarbeit zwischen den Regierungen sowie der Austausch zwischen den Gesellschaften auf eine neue Grundlage gestellt wurden. Die Initiative ging, nur drei Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs, von bedeutenden Persönlichkeiten der Zivilgesellschaft aus. Zu den Gründervätern zählten neben dem späteren Bundespräsidenten Theodor Heuss auf deutscher Seite Carlo Schmid und Fritz Schenk, die die Arbeit des dfi in den ersten Jahrzehnten seines Bestehens maßgeblich geprägt haben. Auf französischer Seite waren Joseph Rovan und Alfred Grosser an der Gründung beteiligt. Seit 1990 verfügt das dfi über eine spezialisierte Frankreich-Bibliothek.
Aufgaben
Das dfi verbindet praxisrelevante Forschung mit der gezielten Förderung des grenzüberschreitenden Informations- und Erfahrungsaustausches und schafft so die Grundlage für einen offenen Dialog und eine konstruktive Zusammenarbeit beider Länder im europäischen Kontext. Dank der umfassenden Dokumentation und Archivierung der relevanten Materialien zu Frankreich und den deutsch-französischen Beziehungen ist das dfi in der Lage, wichtige Akteure bei ihrer Arbeit mit wissenschaftlichen Analysen sowie aktuellen Informationen und Hintergründen zu unterstützen. Dies gilt besonders für Adressaten in Poliktik und Verwaltung, in den Medien, der Wirtschaft und bei den Verbänden. Der stark vergleichende Charakter der Forschungsarbeit des dfi macht es möglich, dem verstärkten Interesse französischer Akteure an Deutschland Rechnung zu tragen und hier als kompetenter Ansprechpartner aufzutreten.
Träger
Träger des dfi sind das Auswärtige Amt, das Wissenschaftsministerium Baden-Württemberg und die Stadt Ludwigsburg. Im Rahmen der Durchführung von Projekten arbeitet das dfi regelmäßig mit renommierten Einrichtungen wie der Robert Bosch Stiftung, der Asko Europa-Stiftung, der Fondation Entente Franco-Allemande und der Wüstenrot-Stiftung zusammen. Des Weiteren zählen bedeutende Unternehmen aus Frankreich und Deutschland zu den Sponsoren und Freunden des Instituts. Die Rechtsform des dfi ist die eines eingetragenen Vereins.
