Momentan amtieren weder in Paris noch in Berlin Regierungen, die Initiativen zur Lösung der diversen globalen Probleme ergreifen könnten. Dies weckt angesichts der geopolitischen Herausforderungen bei der EU-Kommission die Befürchtung, dass die Populisten unter den 27 Regierungschefs der EU-Mitglieder weiter an Einfluss gewinnen könnten.
Da weder der französische Präsident Emannuel Macron noch Bundeskanzler Olaf Scholz derzeit also aus einer starken Position heraus agieren könnne, ist es laut Stefan Seidendorf z.B. denkbar, dass die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni von ihnen dazu aufgefordert werden könnte, mit dem künftigen amerikanischen Präsidenten Donald Trump über dessen Pläne zu verhandeln, auf Importe aus der EU künftig Zölle zu erheben.
Dass aber künftig Länder wie Italien oder Ungarn in Zukunft an die Stelle der wirtschaftsstärsksten EU-Mitglieder Deutschland und Frankreich treten, hält Seidendorf für unwahrscheinlich.
