Sie erklärt, dass diese Zölle ein zentrales Thema für ganz Europa darstellen – insbesondere für Deutschland und die Automobilindustrie. Ihrer Meinung nach sollte die Antwort jedoch europäisch koordiniert und auf Kompromissen aufgebaut sein.
Keller skizziert zwei mögliche Reaktionsrichtungen: Einerseits die Förderung von Investitionen zur Umstrukturierung betroffener Branchen, andererseits die Stärkung von Freihandelsinitiativen wie dem Mercosur-Abkommen. Gerade bei Letzterem sei Europa jedoch gespalten. Keller betont in diesem Zusammenhang, dass ohne eine gemeinsame Linie letztlich alle verlieren würden.
Zudem weist sie auf die besondere innenpolitische Lage in Deutschland hin: Die laufenden Koalitionsverhandlungen rund um Friedrich Merz erschweren derzeit klare politische Signale. Aus Kellers Sicht ist es nun entscheidend, dass die Europäer eine gemeinsame, wirksame und zukunftsfähige Antwort formulieren. Diese müsse langfristig ausgerichtet sein, da die neuen Zölle ein grundlegendes Paradigma erfordern.
Das Interview mit Eileen Keller auf der Website von BFM (8:50-13:45).
