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| Politik

„Das Urteil ist so erwartet worden“

In einem Interview mit dem Deutschlandfunk analysiert Stefan Seidendorf das Urteil gegen Marine Le Pen und seine Auswirkungen auf die französische Politik

Laut Seidendorf kam die Entscheidung des Gerichts nicht überraschend, da die Beweise und Fakten eindeutig gegen Marine Le Pen gesprochen haben. Ihre Verurteilung bedeutet, dass sie 2027 bei der Präsidentschaftswahl nicht kandidieren darf. Alles laufe nun auf den jungen Parteipräsidenten Jordan Bardella als Kandidaten des Rassemblement National (RN) hinaus. Sein Vorteil bestehe darin, dass er vom Namen Le Pen nicht belastet sei. Seine Kandidatur werde von der Partei vermutlich abgesegnet, wenn Marine Le Pen sie wolle, denn der RN folge immer noch einem Führerprinzip.

Das Urteil und die gesamte Affäre scheinen Marine Le Pen nicht geschadet zu haben: Sie ist weiterhin die beliebteste Politikerin Frankreichs. Sie inszeniert sich nun als Opfer – und nicht nur sie und ihre Anhänger sprechen nach der Entscheidung des Gerichts von einer „Hinrichtung der Demokratie“, so Seidendorf.

Stefan Seidendorf zeigt sich zufrieden, dass die Justiz auf Basis der Fakten entschieden und sich nicht dem öffentlichem Druck gegen eine Verurteilung gebeugt hat.

 

Das Interview zum Nachhören auf der Website von Deutschlandfunk (ab 05:48)

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Ansprechpartner/in
Stefan Seidendorf

Directeur adjoint, directeur par intérim

+49 7141-9303-11

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