Isabell Hoffmann ist überzeugt, dass es Deutschen und Franzosen trotz der aktuellen Schwierigkeiten auch künftig gelingen wird, konstruktiv zusammenzuarbeiten, und begründet dies damit, dass es für beide Seiten keine realistische Alternative dazu gäbe und sie auf der Arbeitsebene in einem permanenten Austausch stünden.
Dass die Aufbruchsstimmung, die beim Gipfel in Toulon im September 2025 zu spüren war, verflogen ist, sei angesichts problematischer Dossiers wie dem Mercosur-Abkommen und dem kürzlich gescheiterten FCAS-Projekt nicht überraschend.
Im Hinblick auf die Folgen für die Beziehungen beider Länder nach einer Machtübernahme durch den rechtsnationalen Rassemblement National (RN) in Frankreich im Mai 2027 rät Hoffmann zur Besonnenheit: Dank der vielen Austauschstrukturen auf der Arbeitsebene sei schwer vorstellbar, dass fest etablierte Mechanismen der Kooperation kurzfristig ausgesetzt werden könnten. Gleichzeitig brauche auch eine RN-Regierung ausländische Partner, die Frankreich vertrauen, und dabei spiele Deutschland eine ganz entscheidende Rolle.
