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| Europa

Deutschland will mehr exportieren, Frankreich europäische Unternehmen schützen

Stefan Seidendorf im ARTE-Journal über die unterschiedlichen Ansätze Deutschlands und Frankreichs für eine bessere Wettbewerbsfähigkeit der EU

Bei einem informellen Treffen haben die 27 Staats- und Regierungschefs der EU im Wasserschloss Alden Biesen in Belgien über Maßnahmen diskutiert, um die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Unternehmen zu verbessern. Dabei hat Bundeskanzler Friedrich Merz betont, dass zwischen ihm und Präsident Emmanuel Macron Konsens darüber bestehe, dass sie die EU schneller machen und eine wettbewerbsfähige Industrie in Europa haben wollten. 

In einer Stellungnahme im ARTE-Journal erklärt Stefan Seidendorf, dass Deutschland und Frankreich trotz dieser Bekundung zwei grundlegend unterschiedliche Ansätze verfolgen würden: 

In der Agenda, die die deutsche und die italienische Regierung Ende Januar formuliert hätten ohne dabei Frankreich einzubeziehen, lägen die Schwerpunkte auf dem Abbau von Regeln und dem Ziel, die Kosten für die Unternehmen zu senken. Die französische Politik ziele hingegen darauf ab, europäische Unternehmen zu schützen und europäische Standards (z.B. zum Umwelt- oder Verbraucherschutz) zu erhalten, was in letzter Konsequenz protektionistische Regeln für den europäische Markt zur Folge haben würde. An solchen Maßnahmen hätten Exportnationen wie Deutschland und Italien kein Interesse.

 

Die Reportage im ARTE-Journal mit der Einschätzung von Stefan Seidendorf ist auf der Website von ARTE leider nicht mehr verfügbar. Bei Fragen dazu wenden Sie bitte an frankreich-bibliothek@dfi.de.

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