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| Deutsch-Französische Beziehungen

Die Flitterwochen zwischen Paris und Berlin waren von kurzer Dauer

Stefan Seidendorf äußert sich in Le Monde zu den aktuellen Meinungsverschiedenheiten zwischen der deutschen und der französischen Regierung

Zwei Tage vor einem informellen Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs der EU in Brüssel hat Emmanuel Macron in einem Interview, das er mehreren europäischen Zeitungen, darunter Le Monde und der Süddeutschen Zeitung, gegeben hat, die EU-Partner dazu aufgerufen, die europäische Industrie besser zu schützen und gemeinsame Schulden aufzunehmen, um in Bereichen wie dem ökologischen Wandel oder der künstlichen Intelligenz investieren zu können.

Dabei kritisierte der französische Präsident indirekt strategische Entscheidungen Deutschlands, sei es in Bezug auf die Energieversorgung, die von den Vereinigten Staaten gewährleistete Sicherheit oder die Abhängigkeit von China als Exportmarkt.

Dass Macron diesen Weg gewählt hat, um seinen Standpunkt darzulegen und die deutsche Seite ihm ihrerseits über die Presse widerspricht, ist für Stefan Seidendorf ein Beleg für die derzeitigen Probleme in den Beziehungen beider Länder. Denn wenn das deutsch-französische Paar gut eingespielt wäre, hätte es einen miteinander abgestimmten, gemeinsamen Kompromissvorschlag vorgelegt, dem sich die anderen EU-Mitglieder hätten anschließen können, so Seidendorf weiter.

 

Der Beitrag L’Allemagne et la France affichent désormais leurs désaccords sur les propositions défendues par Macron mit Zitaten von Stefan Seidendorf ist auf der Website von Le Monde hinter einer Bezahlschranke verfügbar.

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