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| Politik

Die Fragmentierung hat deutlich zugenommen

Es gibt in Frankreich im Moment kein Lager, das eine Mehrheit auf sich vereinen kann, sagt Eileen Keller im Interview mit SR-Kultur.

Auch eine linke Regierung, über die in den Medien nun spekuliert wird, müsse in der Assemblée nationale Abgeordnete anderer Parteien für ihre Reformhaben gewinnen, um sie vom Parlament verabschieden zu lassen. 

Die Hauptursache für die fortdauernde politische Krise Frankreichs liegt nach Meinung von Eileen Keller darin, dass viele seiner Politiker noch immer nicht begriffen hätten, dass niemand regieren könne, so lange er nicht bereit sei, mit Vertretern anderer Parteien Kompromisse auszuhandeln.

Der Weg hin zur Kompromissfindung könne auch als Lernprozess verstanden werden, den die politischen Akteure Frankreichs zurzeit durchlaufen würden. Mittelfristig würden auch sie sich bewusst werden, dass sie Verantwortung für das Wohl aller Franzosen übernehmen müssen und nicht nur die Interessen ihrer eigenen Wähler im Blick haben dürften, hofft Eileen Keller.

 

Das Interview mit Eileen Keller (9:22 - 15:29) in der Sendung Bilanz am Abend in der Mediathek der ARD

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