Die historische Ankündigung von Volkswagen, Werke in Deutschland schließen zu wollen, sorgt für große Aufregung. Diese Ankündigung zeigt nach Meinung von Eileen Keller, dass die Lage der deutschen Automobilbranche ernst ist, dennoch solle man sie nicht überdramatisieren, schließlich habe die Branche noch im Vorjahr ein Rekordergebnis eingefahren.
Die deutsche Wirtschaft insgesamt befindet sich in einer schwierigen Phase. Die Ursachen dafür sind vielfältig: China importiert immer weniger deutsche Autos und die Automobilbranche tut sich schwer, sich auf dem europäischen Markt für Elektroautos einen Platz zu sichern. Darüber hinaus leidet die gesamte Industrie unter den gestiegenen Energiepreisen. Investitionen werden außerdem auch von strukturellen Ursachen (u.a. der schwerfälligen Bürokratie) verhindert.
Laut Eileen Keller hat die deutsche Ampelregierung Schwierigkeiten, eine klare politische Richtlinie zu definieren und Kompromisse zu finden, um staatliche Maßnahmen zu finanzieren. Dabei helfen die schlechten Ergebnisse der Ampelparteien bei den Landtagswahlen im Osten nicht. Die EU befindet sich gleichzeitig in einer Zeit großer wirtschaftlicher, geopolitischer und sicherheitsrelevanter Veränderungen, an die sie sich anpassen muss. Dies lässt sich mit einem geschwächten Deutschland schwieriger realisieren.
Das Interview mit Eileen Keller zum Nachlesen auf der Website des dfi - Mit freundlicher Genehmigung durch La Croix
![Dr. Eileen Keller [Translate to Francais:]](/fileadmin/_processed_/9/1/csm_16_Keller_Eileen_00092_16zu9_bbe59c4677.jpg)