Laut Marc Ringel wurde die Europawahl während des Wahlkampfs als Votum über die Präsidentschaft von Emmanuel Macron gesehen, der, was man bedenken müsse, seit den Wahlen 2022 keine eigene Mehrheit mehr in der Nationalversammlung hatte.
Trotz des Erfolgs der Rechtspopulisten und -extremisten, die 37 % aller Stimmen erhalten haben, war Macron nicht gezwungen, die Nationalversammlung aufzulösen. Seinen Schritt könne man deshalb als Flucht nach vorne bezeichnen.
Marc Ringel vermutet, dass die zentralen Themen im Wahlkampf Immigration, Verteidigung, soziale Absicherung, aber auch die Frage der nationalen Souveränität sein werden, das heißt, wie sich Frankreich zur Europäischen Union verhalten soll.
Mit seinem Schritt zwinge Macron die Wähler, Farbe zu bekennen: Die Parlamentswahl soll keine Protestwahl sein, sondern helfen, die Frage zu beantworten, welche Richtung das Land einschlagen soll.
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