Ihr Ausgang habe sich bereits in den Umfragen angedeutet und sei deshalb nicht überraschend. Dass die CDU/CSU schlechter abgeschnitten hat, als von ihr erhofft, erklärt sich für Seidendorf dadurch, dass ihr das Thema Einwanderung durch die jüngsten Ereignisse aufgezwungen wurde und sich ihre Positionen dazu scheinbar wenig von denen der AfD unterscheiden. Erneut habe sich jetzt, wie auch schon mehrmals in Frankreich, gezeigt, dass eine gemäßigt konservative Partei selten davon profitiert, wenn sie Positionen der extremen Rechten übernimmt.
Eine Koalition zwischen der CDU/CSU und der AfD schließt Seidendorf aus, da die Positionen beider Parteien zur EU und dem Euro vollkommen unvereinbar seien. Im Vergleich zum Rassemblement National (RN) in Frankreich vertrete die AfD wesentlich radikalere Positionen, weswegen der RN die Kontakte zu ihr stark eingeschränkt habe.
Das Interview zum Nachhören auf der Website von rfi (von Minute 15:30 - 19:00)
