Deutsch französisches Institut:
https://www.dfi.de/aktuelles/medienbeitraege-des-dfi/einzelansicht-medienbeitrag

| Europa

„Es entsteht eher der Eindruck, dass die Europäer sich nicht auseinanderdividieren lassen“

In einem Interview mit dem WDR analysiert Eileen Keller die europäische Reaktion auf Trumps Vorgehensweise im Krieg in der Ukraine

Seitdem Donald Trump wieder zum Präsidenten gewählt wurde, erklärt er, den Krieg in der Ukraine beenden zu wollen – ganz gleich, ob mit oder ohne die Europäer. Letztlich scheint er zu versuchen, die Europäer zu spalten, um seine eigenen Interessen durchzusetzen. Wird ihm das gelingen?

Laut Eileen Keller lassen sich die Europäer nicht auseinandividieren. Einzelne europäische Staatsvertreter – wie etwa Emmanuel Macron und Keir Starmer – seien stark miteinander verbunden und stimmten ihre Positionen eng ab, so Keller. Ihrer Ansicht nach entsteht eher der Eindruck, dass die Europäer zusammenhalten.

Während die Europäer mit Donald Trump in den USA Gespräche führen, sollen gleichzeitig auch Gespräche mit Russland in der Türkei stattfinden. Laut Keller ist das nicht überraschend. Die Zeiten einer Weltordnung mit klarer Struktur und rationaler Planung sind vorbei, und Trump agiere vielmehr nach dem Motto „Die Welt gehört dem Stärkeren“ und trifft schnelle Entscheidungen. Die Europäer müssen darauf eine Antwort finden.

In diesem Kontext haben sich Emmanuel Macron und Friedrich Merz getroffen. Dieses vorzeitige Treffen – Friedrich Merz ist noch nicht Bundeskanzler – überrascht Eileen Keller nicht: Es gehe darum, schnell handlungsfähig zu werden, um wichtige Fragen rasch beantworten zu können.

Das Interview zum Nachhören auf der Website des WDR (von Minute 19:45 - 23:29)

Eileen Keller
Ansprechpartner/in
Eileen Keller

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

+49 7141-9303-10

Details
Zurück
Icon Briefumschlag