Sylvie Goulard bedauert, dass die Bereitschaft, sich gemeinsame Ziele zu setzen, in Deutschland und Frankreich abnehme. Dass Deutschland seine Rolle in der Verteidigung inzwischen viel ernster nehme, sei zwar sehr positiv, die Bundesregierung treffe bei der Umsetzung der Maßnahmen, die sich daraus ergeben, aber zu viele Entscheidungen aus einer rein nationalen Perspektive heraus. Das Gleiche müsse man auch der französischen Regierung in sicherheitspolitischen Fragen vorwerfen, was letztendlich das leise Auseinanderdriften beider Länder befördern würde.
Ziel müsse es nach Meinung der dfi-Präsidentin und ehemaligen französischen Verteidigungsministerin sein, die Frage der Sicherheit gemeinsam zu betrachten und Verteidigung als europäisches Kernanliegen zu definieren. Souveränität also in einem Bereich zu teilen, in dem es nicht einfach ist. Dafür sei ein Gesamtkonzept und ein Stufenplan notwendig, ähnlich wie bei der Währungsunion.
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