Der Kanzlerkandidat der CDU/CSU habe sich ursprünglich auf die Frage, wie die Steuerzahler entlastet und gleichzeitig die Wirtschaft angekurbelt werden könne, konzentrieren wollen, so Stefan Seidendorf. Nach den von Einwanderern verübten Gewaltverbrechen im Vorfeld der Wahl sei die die Immigration aber zum alles überlagernden Thema geworden und habe die anderen Themen in den Hintergrund gedrängt, weswegen Merz seinen Wahlkampf neu ausrichten musste.
Das linke Lager sei durch die intensive Debatte allerdings nicht geschwächt worden. Besonders von der Situation profitiert habe die Partei „die Linke“, die außerdem als einzige linke Kernthemen wie hohe Mieten oder eine Erhöhung des Mindestlohns ins Zentrum ihres Wahlkampfs gestellt hätte.
Stefan Seidendorf bedauert, dass die aufgeregte Diskussion über die Einwanderung verhindert hat, dass ein für Deutschland essentielles Einwanderungsgesetz zur gezielten Anwerbung von qualifizierten Fachkräften aus dem Ausland auch nur angesprochen wurde.
Das Interview zum Nachhören auf der Website der Deutschen Welle (von Minute 14:00 - 23:00)
