Das Treffen werde durch das Scheitern des FCAS-Projekts belastet, gleichzeitig liefen auch andere deutsch-französischen Großprojekte nicht sehr gut. Gerüchteweise stehe sogar, so Isabell Hoffmann, das Vorhaben, gemeinsam einen Kampfpanzer zu entwickeln, vor dem Aus.
Die positive Dynamik in den deutsch-französischen Beziehungen, die man im letzten Sommer nach dem Amtsantritt der neuen Bundesregierung verspüren konnte, sei im Augenblick leider etwas erloschen, meint Isabell Hoffmann. Vielleicht auch deshalb, weil über dem Treffen in Brühl ein „Hauch des Abschieds“ liege, da Emmanuel Macron in knapp zehn Monaten aus dem Amt des französischen Präsidenten ausscheiden werde.
Es wäre aber ein Fehler, wenn die Bundesregierung aus diesem Grund im Moment keine konkreten Absprachen mit Frankreich eingehen würde: Die deutsch-französische Kooperation bleibt essentiell, und es gäbe viele Bereiche, nicht nur den der Verteidigung, bei denen es wichtig wäre, dass beide Länder gemeinsam vorangingen, auch für Europa und das Standing Deutschlands in der Welt, ist Isabell Hoffmann überzeugt.
