Jordan Bardella, der noch recht junge Präsident der Partei, werde nun vermutlich als ihr Spitzenkandidat bei der nächsten Präsidentschaftswahl 2027 antreten. Gegenüber Marine Le Pen habe er den Vorteil, dass er durch den Namen Le Pen nicht belastet sei. Mit seinem frischen jugendlichen Stil fände er vor allem bei jungen Leuten großen Anklang und deshalb sähe man ihm noch vieles, z.B. sehr rechtslastige Tweets und inhaltliche Unklarheiten, nach.
Parteiintern werde ihm zwar vorgeworfen, dass die beiden Wahlkämpfe im Jahr 2024 nicht optimal organisiert worden seien, dies habe aber keinen Einfluss darauf, wie er in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird.
Stefan Seidendorf glaubt, dass sich der RN mittelfristig gut mit der neuen Situation nach der Verurteilung Marine Le Pens arrangieren wird und bei den Wahlen 2027 weiterhin gute Chancen hat.
Das Interview mit Stefan Seidendorf in WDR 5-Sendung Echo des Tages von 04:20 - 08:40
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