In der unsicheren geopolitischen Situation, die einen historischen Wendepunkt markieren könnte, komme es insbesondere auf Deutschland an, um Europa zu vertiefen, d.h. Kompromisse zu schmieden, die alle Beteiligten mittragen, und die Europa insgesamt stärken.
Die Beschlüsse über weitere europäische Rüstungsprojekte, die bei dem deutsch-französischen Ministerrat auf Schloss Augustusburg in Brühl wahrscheinlich getroffen werden, gingen in diese Richtung und würden dazu beitragen, das europäische Gesellschaftsmodell vor äußerer Bedrohung zu schützen.
Gleichzeitig sollten sich beide Partner aber auch darum bemühen, die "demokratische Resilienz" der Gesellschaften in Europa gegenüber Herausforderungen durch Extremisten und Vertreter einer "illiberalen Demokratie" zu stärken.
Insbesondere die deutsch-französische Zivilgesellschaft mit ihren vielfältigen Ausprägungen stehe für ein liberales, offenes europäisches Gesellschaftsmodell und sei ein wichtiger Baustein einer europäischen Bürgerschaft. Sie angesichts der Bedrohung durch Populisten und Extremisten in Frankreich und Deutschland zu schützen und zu bewahren, sei essentiell.
