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| Deutsch-Französische Beziehungen

Schweißt die internationale Lage Deutschland und Frankreich zusammen?

Stefan Seidendorf erläutert im Interview mit WDR 5 die Perspektiven der deutsch-französischen Zusammenarbeit mit dem neuem Tandem Merz-Macron

Nach Ansicht von Stefan Seidendorf haben sich Präsident Emmanuel Macron und Bundeskanzler Friedrich Merz vorgenommen, aus dem Amtsantritt von Merz heraus eine neue deutsch-französische Dynamik zu entwickeln.

Schon in den Monaten vor der Wahl habe Merz seine Nähe zu Frankreich sehr betont, wohl auch um den Eindruck zu vermitteln, dass er, im Gegensatz zu seinem Vorgänger Scholz, das deutsch-französische Tandem neu beleben könne.

Das Politikverständnis des neuen Bundeskanzlers und des französischen Präsidenten, dass nämlich große Männer an der Spitze stehen und Entscheidungen für ganz Europa treffen, sei jedenfalls ähnlich, so Seidendorf. Fraglich sei aber, wie viel sie auf diese Weise erreichen könnten, da beide mit innenpolitischen Schwierigkeiten konfrontiert sind.

Die äußeren Umstände, so dramatisch sie sind, sprechen nach Meinung von Stefan Seidendorf eindeutig für ein abgestimmtes deutsch-französisches Vorgehen, denn Frankreich und Deutschland seien alleine zu schwach, um international Akzente zu setzen.

Gemeinsam den europäischen Raum zu strukturieren und so zu zeigen, dass Europapolitik nicht nur erduldet werden muss, sondern auch gestaltet werden kann, könnte außerdem den Nebeneffekt haben, den Rechtsextremisten und -populisten in beiden Ländern ein wichtiges Argument zu nehmen.

 

Das Interview zum Nachhören auf der Webseite von WDR 5 (04:00 - 09:30)

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Ansprechpartner/in
Stefan Seidendorf

Directeur adjoint

+49 7141-9303-11

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