Der 11. November ist in Frankreich ein gesetzlicher Feiertag, an dem die Franzosen weder an die Martinsgans noch an den Karnevalsbeginn denken. Stattdessen erinnern sie sich an das Ende des Ersten Weltkriegs und die Unterzeichnung des Waffenstillstands mit Deutschland. Die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts war für die Europäer eine Ära der Selbstzerstörung, und vor diesem Hintergrund erscheint die Entwicklung Europas in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts wie ein Glücksfall und Wunder.
Aus dieser Vergangenheit erwächst eine immense Verantwortung für die weitere Gestaltung des europäischen Schicksals. Interne Konflikte können sich die Europäer nicht mehr leisten. Es ist ihre Pflicht, sich an die Kriege und die Vernichtung zu erinnern, um solche Fehler nicht zu wiederholen. Alle europäischen Bürgerinnen und Bürger sind gemeinsam aufgerufen, aus der Geschichte zu lernen, sich glücklich zu schätzen, Teil der Europäischen Union zu sein und sich gemeinsam für eine vielversprechende Zukunft zu engagieren.
Lesen Sie weiter im Beitrag von Frank Baasner in der Ludwigsburger Kreiszeitung
