Am 22. Januar 2019 unterzeichneten der französische Präsident Emmanuel Macron und die damalige deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel den Vertrag von Aachen. Ziel dieses neuen Abkommens, das an den Elysée-Vertrag von 1963 anknüpft, ist es, den veränderten europäischen und internationalen Rahmenbedingungen Rechnung zu tragen und den deutsch-französischen Beziehungen neue Impulse zu verleihen.
Eine vorläufige Bewertung nach fünf Jahren zeigt jedoch, dass das Potenzial des Vertrags nur teilweise ausgeschöpft wurde. Einigen Errungenschaften stehen zahlreiche Umsetzungslücken gegenüber, und einige davon sind mittlerweile unübersehbar geworden.
Die Spezialisten für die deutsch-französischen Beziehungen sind deshalb der Ansicht, dass ein internationaler Vertrag kein Ersatz für konkrete Initiativen sein kann.
Der Gastbeitrag ist nur für Abonnenten der Tageszeitung Le Monde in vollem Umfang zugänglich.
![Dr. Eileen Keller [Translate to Francais:]](/fileadmin/_processed_/9/1/csm_16_Keller_Eileen_00092_16zu9_bbe59c4677.jpg)