Der unerwartete Erfolg für den Nouveau Front Populaire (NFP), lasse sich, so Dominik Grillmayer, mit einer starken Mobilisierung der Wählerinnen und Wähler und der Tatsache erklären, dass das Linksbündnis und die Parteien der Mitte den Rückzug ihrer drittplatzierten Kandidatinnen und Kandidaten in zahlreichen Wahlkreisen vereinbart haben, um den Einzug von Kandidaten des Rassemblement National in die Assemblée nationale zu verhindern.
Dies habe sich auch für das Parteienbündnis Ensemble pour la République, das die Politik von Präsident Emmanuel Macron unterstützt, da es deutlich besser abgeschnitten hat, als erwartet.
Neben einer linken Minderheitsregierung, die jederzeit vom Parlament per Misstrauensvotum gestürzt werden könnte, wäre eine Koalition. Doch die Hürden dafür seien hoch: Einerseits, weil die potentiellen Partner ideologisch weit auseinander liegen, andererseits, weil die französischen Parteien wenig Erfahrung mit Koalitionen hätten. Eine große Koalition, die alle gemäßigten Kräfte im Parlament vereinen würde, sei ebenfalls unwahrscheinlich, da hierfür das Linksbündnis gesprengt werden müsste, vermutet Dominik Grillmayer.
Das Interview mit Dominik Grillmayer zum Nachlesen auf der Website des dfi - Mit freundlicher Genehmigung durch die Neue Südtiroler Tageszeitung
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