Mit der Entscheidung, auf die anscheinend nicht einmal sein Premierminister Gabriel Attal vorbereitet war, habe Präsident Emmanuel Macron sein Land in einen Zustand versetzt, den man als "politische Verwirrung" bezeichnen könne, so Grillmayer.
Der Versuch, durch diesen sehr kurzfristig anberaumten Wahltermin zu verhindern, dass das linke und rechte Spektrum größere Wahlbündnisse gegen das Regierungslager bilden können, sei allerdings gescheitert. Sowohl der rechtspopulistische Rassemblement national (RN) als auch das neu gegründete Linksbündnis Nouvel Front Populaire (NFP) können damit rechnen, eine signifikate Zahl von Mandaten in der Assemblée nationale zu gewinnen.
Die Entscheidung von Macrons Bündnis, in 65 von 577 Wahlkreisen keine eigenen Vertreter aufzustellen, hält Dominik Grillmayer für Kalkül. Auf diese Weise sollen gemäßigte Kandidaten dort unterstützt werden, wo man für sich selbst keine Chance sieht, und so potentiellen Verbündeten der Einzug ins Parlament erleichtert werden.
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