Laut Marc Ringel liege dies auch am Faktor Zeit: Die Reformen, die Emmanuel Macron als Präsident auf den Weg gebracht habe, führten zu mehr Investitionen und somit zu weniger Arbeitslosigkeit und mehr Wohlstand im Land.
Diese Erfolge seien bei vielen, v.a. im ländlichen Raum, noch nicht angekommen bzw. würden von ihnen nicht als solche wahrgenommen. Auf dem Land beklage man vielmehr die schlechte Anbindung an die Metropolen und vor allem auch die schlechte medizinische Versorgung.
Die wirtschaftliche Kompetenz, die seine Wähler dem Rassemblement National (RN) attestieren, lasse sich aus seinem Wahlprogramm nicht belegen. Attraktiv erscheinen darin wohl Versprechen zur Stärkung der Kaufkraft, wie die Mehrwertsteuer auf Treibstoff oder Strom zu senken. Denn trotz sinkender Inflation sei in Frankreich die Meinung weit verbreitet, dass man sich für sein Geld immer weniger kaufen könne.
Marc Ringel geht davon aus, dass im Falle einer Regierungsübernahme durch den RN Wirtschaftspolitik auf europäischer und nationaler Ebene schwieriger werden wird.