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Rassemblement national ist in einer relativ guten Ausgangsposition

Dominik Grillmayer über die Parlamentswahlen in Frankreich und ihre möglichen Folgen im Europamagazin des Ersten

Die Chancen für den Rassemblement national (RN) schätzt er als gut ein, da auch die Wähler gemäßigt rechter Parteien für ihn stimmen könnten, und sich das Argument, dass man die Extremisten um jeden Preis von der Macht fernhalten müsse, abgenutzt habe.

Dass das Lager von Präsiden Emmanuel Macron bei diesen Wahlen die erhoffte absolute Mehrheit erhalten werde, hält Grillmayer dagegen für unwahrscheinlich.

Die Frage sei eher, ob der RN oder das Bündnis der Linksparteien, der Nouveau Front populaire (NFP), in der Assemblée nationale eine relative oder eine absolute Mehrheit erhalten werden.

Wenn der RN oder der NFP die absolute Mehrheit erringen, müsste der Präsident mit einer Regierung zusammenarbeiten, deren Vertreter zu seiner Politik in Opposition stehen. Emmanuel Macron könnte dann kaum noch Einfluss auf die Innenpolitik seines Landes nehmen.

Auch das deutsch-französische Verhältnis würde sich in diesem Fall sehr viel schwieriger gestalten, da die neue Premierministerin oder der neue Premierminister die Außenpolitik zwar nicht bestimmen, aber hier ebenfalls eigene Akzente setzen könne.

Das Interview auf der Website von das Erste (ab 02:00)

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