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Städtepartnerschaften bleiben ein wichtiger Faktor für ein gelebtes Europa

Eileen Keller beantwortet die Fragen des Senders hr-iNFO zur Rolle der kommunalen Partnerschaften in den deutsch-französischen Beziehungen

Umfragen in Frankreich und Deutschland haben gezeigt, dass das wechselseitige Interesse der Bevölkerung aneinander beiderseits des Rheins nachlässt. In Verbindung mit diesem Phänomen stellt sich natürlich die Frage, ob Städtepartnerschaften noch zeitgemäß sind.

Laut Eileen Keller haben Städtepartnerschaften historisch eine wichtige Rolle in den Aussöhnungsprozessen und politischen Annährungen gespielt, sie seien aber auch heute noch wichtig und in die Zukunft gerichtet, denn sie bieten die Möglichkeit, mit europäischen Partnern im Kontakt zu kommen. Für Keller bleiben sie deshalb eine ganz wichtige Säule eines gelebten Europas.

Ein Problem der Städtepartnerschaften sei, dass die Bürger und Bürgerinnen häufig einen geringen Zugang zu der Partnerschaft haben. Es sei deshalb eine riesige Herausforderung, Partnerschaften mehr Sichtbarkeit zu geben. Genügen Schildern? Wie kann man mehr Engagement fördern? Diese Fragen müssten beantwortet werden.

Im Blick auf die kommende Wahl in Frankreich meint Eileen Keller, dass die Aufgabe des dfi zunächst sein werde, die laufenden politischen Prozesse im Nachbarland zu analysieren. Künftig könnten die Beziehungen zwischen beiden Ländern schwieriger werden, und gerade dann sei die Arbeit des dfi wichtig.  Auf einer kleineren Ebene (regional, kommunal…) sei es immer möglich und auch entscheidend, Brücken zwischen den beiden Ländern zu schlagen, ist sie überzeugt.

 

Das Interview mit Eileen Keller auf der Webseite des Senders hr-iNFO (ab 35:30)

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