Stefan Seidendorf spricht über den französischen Europa Wahlkampf. Er hält diesen für aktiver als den in Deutschland, vor allem weil die Spitzenkandidaten bereits in den Medien präsent sind. Neben Fragen zu den Wahlkampfthemen in Frankreich, geht er auch auf die Medienpräsenz von Valerie Hayer und Jordan Bardella ein. Während Valerie Hayer bemüht ist, die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, ist Jordan Bardella nicht nur in den traditionellen Medien, sondern auch in den sozialen Netzwerken bereits sehr präsent.
Neben diesem Duell zwischen Rassemblement National (RN) und Renaissance, spricht Stefan Seidendorf auch über den Spitzenkandidaten der sozialistischen Partei (PS) Raphael Glucksmann, den er als "Medienphänomen" darstellt. Glucksmann versucht eine Alternative für die Wähler zu bieten, die sich von Le Pen, Macron oder den Linkspopulisten nicht angesprochen fühlen.
Das Interview bietet Stefan Seidendorf auch die Gelegenheit, auf die Rolle der Medien einzugehen. Bezüglich der Frage nach einem medialen Rechtsruck erklärt er, dass der RN im Mittelpunkt steht und die politische Agenda dominiert, es seiner Meinung nach aber keine mediale Agenda gibt, sondern vielleicht einen Mangel an kritischen Fragen seitens der Medien.
