In den Bevölkerungen beider Länder hat sich, so Baasner, in den letzten Jahrzehnten die Einsicht gefestigt, dass sie sich gegenseitig die wichtigsten Partner sind. Etwas beunruhigend sei aber, dass sich die Menschen beiderseits des Rheins immer weniger für ihr Nachbarland interessieren, wie eine im Sommer 2023 veröffentlichte dfi-Studie gezeigt hat. Als Grund dafür vermutet er eine in ganz Europa zu beobachtende "Renationalisierung der Lebenswelten", was einem wechselseitiges Verständnis über Grenzen hinweg natürtlich nicht förderlich sei.
Frank Baasner vertritt außerdem die Meinung, dass die deutschen und französischen Politiker angesichts der Weltlage ihren geostrategischen Dialog intensivieren sollten, ohne dabei nach Schuldigen für Fehler aus der Vergangenheit zu suchen.
Im Bereich der Energiepolitik sollten beide Länder ihre unterschiedlichen Positionen akzeptieren und gemeinsam daran arbeiten, dass die Stromversorgung in Europa gesichert werde.
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