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| Europa

"Wir dürfen uns nicht damit abfinden, dass die europäischen Ziele für die Umwelt langsam aufgegeben werden"

Marc Ringel schlägt als Teil eines Expertenkollektivs in einem Leitartikel in Le Monde vor, im EU-Wahlkampf einen neuen "Green deal" anzuregen

Zwischen 2019 und 2022 hat die Europäische Union unter der Führung von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen große Ambitionen für einen Umbau der Gesellschaft und Wirtschaft hin zu mehr Nachhaltigkeit entwickelt. Dieses Vorhaben, der sogenannte "Green-Deal", wurde von einer breiten Koalition aus Sozialdemokraten, Liberalen, Konservativen und Grünen im Europäischen Parlament unterstützt. Der Pakt bietet eine ehrgeizige und umfassende Vision für die Herausforderungen des ökologischen Wandels, die sich auf das Ziel konzentriert, bis 2050 CO2-neutral zu werden und die Treibhausgasemissionen bis 2030 um 55% gegenüber dem Stand von 1990 zu senken.

Innerhalb der EU verbreitet sich heute jedoch eine feindselige Stimmung gegenüber dem "Green-Deal", obwohl die meisten der darin vorgesehenen Bestimmungen noch gar nicht in Kraft getreten sind. Von der extremen Rechten und einem Teil der konservativen Rechten in Europa wird er zum Sündenbock für viele Probleme stilisiert. Sie versuchen so, Bewegungen wie die der Landwirte, die gegen EU-Normen protestieren, oder die Ängste von Pendlern, die auf ihr Auto angewiesen sind, in einem "Anti-Grünem-Pakt"-Front zu vereinen.

Die Experten, die den Artikel gemeinsam verfasst haben, fürchten, dass nach einem Wahlsieg dieser Kräfte die allermeisten Ziele des "Green deal" wieder aufgegeben werden, und plädieren dafür, im EU-Wahlkampf vehement dafür einzutreten, dass er erneuert wird.

 

Der Anfang des Artikels zum Nachlesen auf der Website von Le Monde (in voller Länge ist er nur für Abonnenten der Zeitung zugänglich)

 

  
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