Deutsch französisches Institut:
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Kommunale Klimafolgenanpassung in Deutschland und Frankreich

Eine vergleichende Perspektive

Die Folgen des Klimawandels werden immer deutlicher spürbar. Hitzephasen und Trockenheit einerseits sowie Starkregenereignisse und Überflutungen andererseits nehmen zu. Auf diese Veränderungen müssen wir uns einstellen, und die Ebene, wo sich entsprechendes Handeln oder auch Nichthandeln unmittelbar auswirkt, ist (einmal mehr) die Kommune. 

Das dfi und die Wüstenrot Stiftung setzen sich in vergleichender Perspektive mit der präventiven Klimafolgenanpassung kleinerer Kommunen auseinander.

Konkret geht es um Rahmenbedingungen, die notwendig sind, damit sie ihren Aufgaben im Bereich der präventiven Klimafolgenanpassung gerecht werden können.

Hintergrund

Trockenheit, Dürre, Starkregen, Hitzewellen oder Orkane sind extreme Wetterlagen, die künftig laut Klimaforschern mit der Erderwärmung nicht nur heftiger ausfallen, sondern auch häufiger auftreten. Damit kommt auf die Städte und Gemeinden eine weitere große Aufgabe zu: Sie müssen sich gegen die zu erwartenden Folgen des Klimawandels wappnen. Das ist nicht nur finanziell eine Herausforderung, sondern löst mitunter auch Zielkonflikte mit anderen kommunalen Aufgaben aus.

Gerade kleinere Gemeinden brauchen Unterstützung bei der Analyse der eigenen Gefahrenlage, der Sensibilisierung von Bevölkerung und Wirtschaft und der gemeinschaftlichen Entwicklung geeigneter Maßnahmen zur Risikovorsorge. Daher sind die Beratungs- und Förderangebote öffentlicher und privater Akteure in den vergangenen Jahren ausgeweitet worden. Doch wie steht es um deren Passgenauigkeit? Und welche Faktoren sind entscheidend bei der Planung und Umsetzung von Klimaanpassungsmaßnahmen?

     Vorstellung des Projektes im Magazin von Intercommunalités de France (S. 15)

Dominik Grillmayer
Ansprechpartner/in
Dominik Grillmayer

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

+49 7141-9303-15

Details

​​​​​​​Zielsetzung

Wir setzen uns in vergleichender Perspektive mit den Herangehensweisen und Bedürfnissen kleinerer Kommunen auseinander. Konkret soll es darum gehen, welche Rahmenbedingungen notwendig sind, damit sie ihren Aufgaben im Bereich der präventiven Klimafolgenanpassung gerecht werden, und wie regionale Kooperationsnetzwerke entstehen können, die ein kohärentes und effizientes Handeln ermöglichen.

Dabei stellt sich auch die Frage, wie das Thema in der Verwaltung, aber auch gegenüber privaten Akteuren (Architekten, Bauherren, Unternehmen, Bürger) so platziert werden kann, dass es bei allen Vorhaben von Anfang an mitgedacht wird.

Am Ende des Projekts wird eine Publikation stehen, die mithilfe einiger Kernthesen den Handlungsbedarf in beiden Ländern verdeutlicht und anhand der kommunalen Praxisbeispiele Lösungsansätze, aber auch auftretende Hemmnisse und Blockaden präsentiert.

Deutsch-Französischer Dialog in Köln (23.-24.05.2022)

Am 23. und 24. Mai fand in Köln ein deutsch-französischer Workshop statt, bei dem die Teilnehmenden sich über die Hürden und Probleme austauschten, die lokales Handeln zur Klimaanpassung erschweren. Vertreterinnen und Vertreter von France Stratégie, der Vereinigung der Kommunalverbände (Intercommunalités de France), der nationalen Beobachtungsstelle zu den Folgen der Klimaerwärmung (Observatoire national des effets du réchauffement climatique, ONERC) und des Institute for climate economics berichteten über die Ausgangslage in Frankreich. Auf deutscher Seite war das seit 2021 bestehende Zentrum KlimaAnpassung, der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB), die Kommunal Agentur NRW sowie zwei Projekte repräsentiert, die darauf abzielen, Kommunen durch Netzwerkbildung und Beratung ins Handeln zu bringen.

    Programm     Bericht im dfi aktuell

Impressionen des Dialogs

Deutsch-Französischer Dialog in Ravensburg ( 10.-11.10.2023)

Am 10. und 11. Oktober fand in Ravensburg ein deutsch-französischer Dialog statt. Im Rahmen dieses Workshops konnten sich Vertreterinnen des regionalen Zweckverbands Pays de la Déodatie aus den französischen Vogesen mit Verantwortlichen aus Ravensburg (Gemeindeverband Mittleres Schussental und Landkreis), aus dem Kreis Euskirchen sowie vom Lehrstuhl für die Geographie des globalen Wandels der Universität Freiburg im Breisgau über Ansätze zur Anpassung an den Klimawandel austauschen.

Der Dialog konzentrierte sich auf die Herausforderungen und Schwierigkeiten bei der Entwicklung geeigneter Strukturen zur Anpassung, auf die Sensibilisierung und Einbindung der lokalen Akteure sowie auf Sektoren, in denen die Bodenseeregion und die Region um Saint-Dié-des-Vosges besonders betroffen sind, wie die Landwirtschaft oder auch die Wasser- und Waldbewirtschaftung.

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Impressionen des Dialogs

Deutsch-Französischer Dialog in Carcassonne (28.-29.11.2024)

Bei einem weiteren deutsch-französischen Dialog am 28. und 29. November 2024 in Villegailhenc (Aude) ging es um das Thema Wasser. Einerseits wird die Ressource wegen geringer oder ganz ausbleibender Niederschläger in bestimmten Monaten immer knapper, andererseits treten immer häufiger Unwetterereignisse auf, bei denen große Wassermengen zu Sturzfluten und Überschwemmungen führen.

Der Ort des fachlichen Austauschs war mit Bedacht gewählt, denn das nördlich von Carcassonne gelegene Villegailhenc war im Oktober 2018 von einer verheerenden Sturzflut betroffen. Gleichzeitig kämpft die Region zunehmend mit Dürre und Trockenheit. Vertreter des Kommunalverbands Carcassonne Agglomération, des regionalen Zweckverbands SMMAR, der Agence de l’eau, des Département Aude und von Intercommunalités de France diskutierten mit Verantwortlichen aus dem Rheinland und aus Mittelfranken sowie einer Forscherin der Universität Freiburg über Instrumente und Maßnahmen zum Umgang mit Extremwettereignissen.

    Programm

Impressionen des Dialogs

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