Europa lebt von Begegnung, engagierten Menschen und internationalem Austausch. Junge Europäerinnen und Europäer fühlen sich in der repräsentativen Demokratie schlecht vertreten und das Vertrauen in die europäische Integration schwindet. Deshalb werden wir junge Menschen aus Deutschland, Frankreich, Italien und Polen in diesem Projekt zusammenbringen, mit ihnen zur Zukunft Europas arbeiten und die Ergebnisse in die Öffentlichkeit bringen.
Unsere Idee
Die Bürgerinnen und Bürger Europas erleben aktuell eine Phase großer Verunsicherung. Die Europäische Union muss sich in der neuen Weltordnung als eigenständige Kraft wirtschaftlich und politisch behaupten. Ohne eine aktive und überzeugte Bevölkerung wird dies nicht möglich sein. Besonders die jungen Generationen in den europäischen Ländern haben wenig Vertrauen in das politische System und fühlen sich politisch nur wenig repräsentiert. Daher startet das dfi mit Unterstützung der Dieter Schwarz Stiftung ein Diskussions- und Austauschprojekt, um zur Mobilisierung junger Europäer beizutragen.
Mehrere Untersuchungen und Umfragen mit jungen Menschen aus Europa zeigen, welche Erwartungen, Fragen und Zweifel die jungen Generationen aktuell umtreiben. Wir wollen mit jungen Gruppen aus den vier EU-Mitgliedstaaten an den Zukunftsthemen Europas arbeiten und ausgehend von der Lebenssituation der Teilnehmer an Vorschlägen und Lösungen arbeiten. Die Projektträger schlagen Themenbereiche vor, die sich aus den Studien und Umfragen als relevant ergeben. Die Teilnehmer wählen die für sie wichtigsten aus. Über mehrere Monate werden die Themen in Arbeitsgruppen mit pädagogischer Unterstützung aufbereitet und in Online- sowie Präsenztreffen diskutiert. Der Auswahlprozess der Themen ist noch im Gange – als erstes sehr relevantes Thema stellt sich „Welche Demokratie für morgen?" heraus.
Die Teilnehmer
Insgesamt ca. 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zwischen 16 und 25 Jahren werden über einen Zeitraum von etwa einem Jahr an mehreren Themen arbeiten, die für Europas Zukunft wichtig sind. Wir achten auf eine möglichst große Diversität der Gruppen, um den Austausch zwischen den aber auch innerhalb der Sprachgruppen so reichhaltig wie möglich zu gestalten. Jugendgruppen, berufliche Schulen, Gymnasien, private und öffentliche Hochschulen und einzelne engagierte junge Europäer werden beteiligt.
Der fördernden Dieter Schwarz Stiftung und dem Projektträger Deutsch-Französisches Institut war es wichtig, dass die Partnerstädte von Heilbronn und Ludwigsburg beteiligt werden. Durch die kommunale Anbindung kann die Nachhaltigkeit des Projekts besser gewährleistet sein.
Projektablauf
Bei diesem Projekt geht es um die praktische Erfahrung in einer internationalen Gruppe, um intellektuelle Beschäftigung mit relevanten Gesellschaftsthemen und der Erarbeitung von reflektierten Standpunkten zu Europas Zukunft. Dieser pädagogische Prozess soll durch zwei größere Präsenzveranstaltungen zu Anfang und Ende des Projekts gerahmt werden und dazwischen vor allem online stattfinden (ggf. mit Begleitung durch die pädagogischen Herkunftseinrichtungen der jungen Menschen).
Aktuell erfolgt die Rekrutierung der teilnehmenden Bildungseinrichtungen und Gruppen. Bis zum Sommer 2026 werden die Themen ausgewählt, in ersten Arbeitssitzungen aufbereitet und Diskussionen organisiert. Nach der Sommerpause wird das große Treffen aller beteiligter Gruppen mit einer öffentlichen Diskussionsveranstaltung vorbereitet. Das Treffen findet am Wochenende des 13. bis 15. November in Heilbronn statt.
In der dann folgenden Phase werden die Arbeitshypothesen vertieft und mit Expertinnen und Experten aus Politik, Wissenschaft und Gesellschaft besprochen. Ziel ist die Formulierung von Empfehlungen und Erkenntnissen auf einer zweiten Großveranstaltung im Mai 2027.
Der gesamte internationale Diskussionsprozess wird von einer professionellen Journalistin begleitet, die mit den Teilnehmern eine Podcast-Serie produzieren wird.


