Was haben die isländische Aschewolke und die Griechenlandkrise gemeinsam? Auf den ersten Blick nicht viel: Während der Vulkanausbruch im äußersten Nordwesten Europas ein Naturereignis ist, ist die Haushalts- und Finanzkrise im äußersten Südosten der Europäischen Union (EU) das Resultat verfehlter Politik. Beiden Ereignissen ist gemein, dass sich ihre Auswirkungen der Beherrschbarkeit durch nationale Politik entziehen, die Bürger jedoch ganz unmittelbar betroffen sind: Das Flugverbot, das ganz Europa lahm legte, ließ zehntausende Urlauber und Geschäftsreisende stranden. Und die Schwächung des Euro durch die griechische Haushaltskrise wirkt sich unmittelbar in allen Ländern des Euroraumes aus, von den möglichen Konsequenzen für die Steuerzahler zu schweigen. Beides sind also unmittelbar erfahrbare Konsequenzen von Ereignissen außerhalb der Reichweite nationaler Politik.
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