Deutsch französisches Institut:
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| Politik

Der Sarkozy-Effekt

Frank Baasner , Deutsch-Französisches Institut (Hrsg.)

2007, ISSN: 2131193-6

Meist sind Überraschungen in der Politik böse Überraschungen. Aber das muss offenbar nicht so sein. Wenn man die Initiativen und Auftritte des neu gewählten französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy auf den Punkt bringen will, dann muss man die Fähigkeit zu immer neuen Überraschungen als Charakteristikum herausstellen. Besonders auffällig: die Regierungsbildung. Mehr als ein Verbündeter aus den Zeiten der Regierung unter de Villepin, der sich früh und mit persönlichem Risiko auf die Seite des Kandidaten Sarkozy geschlagen hat und während des Wahlkampfs ein treuer Partner war, wird sich insgeheim über soviel Ungerechtigkeit geärgert haben. Und dennoch spüren auch die persönlich Frustrierten, dass in dieser Fähigkeit des unerwarteten Handelns ein Element des Phänomens Sarkozy liegen mag, von dem sie heute oder morgen ihrerseits profitieren könnten. Presse und politische Analysten waren gleichermaßen überrumpelt durch die Öffnungsbewegung.

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