Nachdem das Drama der Flüchtlingskrise in den letzten Monaten alle anderen Themen der europäischen Politik verdrängt hatte, schieben sich die offenen, bislang ungelösten Fragen der Wirtschafts- und Währungsunion (WWU) allmählich wieder in den Vordergrund. Die Einigung zur Griechenlandkrise vom Juli 2015 und die Beschlüsse zur Bankenunion hatten der Eurozone eine Atempause verschafft, aber sie ist noch längst nicht über den Berg. Die Zweifel an der Umsetzung der Reformen und Sparbeschlüsse in Griechenland sind nicht verschwunden. Die Stabilitätsauflagen sorgen in manchen Ländern für anhaltende Polemiken gegen die „Austeritätspolitik“ und die „deutsche Dominanz“, während die unkonventionelle Politik der Europäischen Zentralbank gegen eine drohende Deflation in Deutschland zunehmend surreale Polemiken auslöst. In den öffentlichen Debatten wird es immer schwerer, den populistischen Parolen von Links wie Rechts und ihren simplen Scheinlösungen entgegenzutreten.
Weitere Beiträge:
- dfi information: Buchpräsentation in Bordeaux
- dfi information: Stipendienprogramm für Nachwuchswissenschaftler
- dfi information: Erstes On y va-Seminar in Ludwigsburg
- dfi information: François Fillon informiert sich über „Azubi-BacPro“
- dfi information:„Vive la famille“ – Annika Joeres und Frank Baasner diskutieren über Familienleben in Frankreich und Deutschland
- dfi information: Von „De l’Allemagne“ bis „Chaosküsse mit Croissant“
- dfi information: XXXII. Jahrestagung des dfi, 2. – 3. Juni 2016
- dfi Service: Vizepräsident der DFH zum Chevalier de la Légion d’honneur ernannt
- dfi service: Wissenschaftspreis des Deutschen Bundestags
- dfi service: Wahrnehmung des Nachbarn in Zeiten der Krise
- dfi service: Ludwigsburger Schlossfestspiele
