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| Deutsch-Französische Beziehungen

Neue Akzente? Die Verhandlung deutsch-französischer Divergenzen

Henrik Uterwedde , Deutsch-Französisches Institut (Hrsg.)

2014, ISSN: 2131193-6

Das deutsch-französische Klima bleibt unterkühlt, wenn es um die Festigung der europäischen Währungsunion geht. Unterschiedliche Positionen sind an der Tagesordnung; anstatt ihnen auf den Grund zu gehen, hagelt es wechselseitige Schuldzuweisungen und Vorwürfe. „Schuldenabbau!“ tönt es aus Berlin, wo man auf die strikte Einhaltung des Stabilitätspaktes pocht. „Deflation!“ schallt es aus Paris zurück. Französische Politiker werden nicht müde zu erklären, dass nun eine energische Wachstumsagenda in Europa Vorrang vor der Haushaltsstabilisierung haben müsse – eine Stabilisierung, die gerne als „Austeritätspolitik“ gebrandmarkt wird. „Reformen“ fordert man in Berlin vom Nachbarn und verweist dabei oft auf das Vorbild der Agenda 2010 Gerhard Schröders. In Frankreich finden demgegenüber Thesen reißenden Absatz, die dem früheren Bundes-
kanzler eine soziale Kahlschlagpolitik „nachweisen“ und vor Nachahmung warnen.

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