Anlässlich der Landtagswahl 2026 in Baden-Württemberg hat das Deutsch-Französische Institut eine Reise für europäische Journalisten durch das Land organisiert, um zentrale Themen der Wahl und die letzten Tage des Wahlkampfs zu beleuchten. Neben Terminen mit Kandidaten verschiedener Parteien standen auch Gespräche mit lokalen Unternehmen auf dem Programm. Dabei besuchte die Journalistengruppe u.a. das Cyber Valley, das größte europäische Zentrum für Exzellenz im Bereich KI und moderne Robotik, und auch den Maschinenbauer Trumpf, der weltweit für seine Lasertechnik bekannt ist.
Eileen Keller erklärt, dass vieles auf eine Dynamik zugunsten der Grünen in den letzten Tagen des Wahlkampfs hindeutet. Anfang Februar lag die CDU-Liste unter der Führung von Manuel Hagel noch rund zehn Prozentpunkte vor den Grünen in den Wahlabsichten. Laut den jüngsten Umfragen liegen CDU und Grüne nun jeweils bei etwa 28 %. Nach dieser Wahl könnte außerdem die FDP erstmals in ihrer Geschichte nicht mehr im Landtag Baden-Württemberg vertreten sein, während die Partei Die Linke erstmals in das Parlament des Südwestens einziehen könnte.
Die neue Direktorin des Deutsch-Französischen Instituts, Isabell Hoffmann, fasst die politischen Herausforderungen zusammen: Für die CDU ist diese Wahl von besonderer Bedeutung. Die Partei regierte das Land jahrzehntelang, bis sie 2011 eine überraschende Wahlniederlage erlitt. Ein Wahlsieg der konservativen Partei auf Landesebene wäre auch ein wichtiges Signal für die Politik von Bundeskanzler Friedrich Merz. Darüber hinaus steht Baden-Württemberg vor der Herausforderung, den wirtschaftlichen Strukturwandel voranzutreiben. Eine Aufgabe, die nicht nur für Deutschland, sondern auch für Europa von großer Bedeutung ist.
Eine Folge mit Eileen Keller und Isabell Hoffmann
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