Stefan Seidendorf und Joachim Umlauf reflektieren in dem Interview, das im September 2025 geführt wurde, die jüngsten Veränderungen in der deutschen Außenkulturpolitik in Frankreich. Die beiden Experten für die deutsch-französische Beziehungen befassen sich mit den strukturellen und symbolischen Veränderungen einer Kulturpolitik, die lange Zeit als eine Säule der bilateralen Zusammenarbeit galt.
Diese befindet sich heute an einem Wendepunkt, der insbesondere durch die Schließung der Goethe-Institute in Lille und Bordeaux, die Auflösung des Büros in Straßburg und den Personalabbau in Toulouse gekennzeichnet ist. Wie ist eine solche Entwicklung im Kontext einer Zusammenarbeit zu interpretieren, die oft als vorbildlich dargestellt wird und das Ergebnis einer Annäherung ist, die nach dem Zweiten Weltkrieg begann und bis Anfang der 2000er Jahre gefestigt wurde? Welche Faktoren erklären diese offensichtliche Kehrtwende einer Politik, die auf territorialer Präsenz und institutioneller Kontinuität basiert?
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