Deutsch französisches Institut:
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„Zivilgesellschaft. Engagiert. Grenzenlos“

68. Jahreskongress VDFG / FAFA in Landau

Intensive und lebhafte Diskussionen haben den 68. Jahreskongress der Vereinigung Deutsch-Französischer Gesellschaften für Europa (VDFG) und ihrer französischen Partnerorganisation Fédération des Acteurs Franco-Allemands pour l’Europe (FAFA) geprägt, der vom 04.-06. Oktober in Landau/Pfalz unter dem Motto „Zivilgesellschaft. Engagiert. Grenzenlos“ stattfand.

Bereits im Vorfeld der Tagung organisierte der Deutsch-Französische Jugendausschuss e.V. (DFJA / CFAJ) vom 02. bis 04.10.2024 das Intergenerationelle Forum (IF), ebenfalls in Landau. Dabei hätte man sich wohl kaum einen passenderen Ort als Landau aussuchen können, blickt die Stadt in der Südpfalz auf eine sehr lange Zeit französi­scher Geschichte zurück. Die sechste Auflage des Intergenerationellen Forums (seit 2016) stand ­unter dem Thema „Demokratie leben – und gemeinsam unsere Zukunft gestalten“. Das Programm bot dabei eine bunte Mischung aus ­Workshops zur Demokratieförderung, zu den politischen Systemen beider Länder sowie ein sprachlich-kulturelles Rahmenprogramm. Die Veranstaltung fand vollständig zweisprachig statt und wurde vom Organisationsteam übersetzt. Als Ergebnis des Intergenerationellen Forums konnten zahlreiche kreative Projektideen rund um den Bereich Demokratieförderung generiert werden, wie z.B. eine binationale Fotoausstellung oder ein Projekt zum Thema „Demokratischer Sport“. Die Projektideen werden demnächst auf der Website des DFJA in Form von Handreichungen zur Umsetzung zur Verfügung gestellt.

Im Anschluss an die Veranstaltung des Deutsch-Französischen Jugendausschusses nahmen alle Teilnehmenden am Kongress der VDFG / FAFA teil, wo in der Eröffnungsveranstaltung dfi-Direktor Prof. Dr. Marc Ringel mit der Journalistin Annika Joeres über die Rolle der Zivilgesellschaft in beiden Ländern diskutierte. Dabei kam vor allem zur Sprache, dass gerade das solide Engagement der Zivilgesellschaften für das Miteinander von Deutschen und Franzosen von entscheidender Bedeutung ist, wenn die Schwierigkeiten auf politischer Ebene wachsen. Zugleich gilt es, sich ändernden Erwartungen für die Zukunft der bilateralen Beziehungen gerecht zu werden. VDFG und FAFA leisten in dieser Hinsicht einen wertvollen Beitrag und pflegen mit Institutionen wie dem dfi daher einen intensiven Austausch.

Auch die etwa 200 Teilnehmenden aus Frankreich und Deutschland tauschten zahlreiche Erfahrungen aus, insbesondere in der praktischen Zusammenarbeit. Eine große Vielfalt an Workshops bot Gelegenheit, sich u.a. über den wachsenden Einfluss des Rechtsextremismus in beiden Ländern zu informieren, über Wunsch und Wirklichkeit binationaler Strukturen (D/F Parlamentarische Versammlung, arte, D/F Polizeieinheit) zu diskutieren sowie aktuelle grenzüberschreitende Projekte kennenzulernen. Darüber hinaus wurde von der VDFG eine Resolution verabschiedet, in der sie im Hinblick auf die von der Bundesregierung einseitig angeordneten Grenzkontrollen, auch zu Frankreich, dazu ermutigt, „den Rufen zur Abschottung zu widerstehen“ und Fragen der Migration im Geiste europäischer Solidarität zu behandeln. Der nächste Jahreskongress von VDFG / FAFA wird im November 2025 in Nantes stattfinden.

Eine Bildergalerie vom Kongress können Sie auf der Website der VDFG-FAFA einsehen: https://vdfg.de/aktivitaeten/jahreskongress/

Jonas Haaß (DFJA) und Detlef Puhl (VDFG)

Kontakt: Susanne Gehrig, gehrig@dfi.de

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