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Quoi de neuf - Nouvelles du bilingue 2025

Frankreich und Frankophone Welt

Bachelor International Business and Intercultural Studies an der Hochschule Heilbronn (HHN)

Die Hochschule Heilbronn (HHN) ist eine der größten Hochschulen für angewandte Wissenschaften in Baden-Württemberg mit den Schwerpunkten Technik, Wirtschaft und IT. An ihren vier Standorten in Heilbronn, Heilbronn-Sontheim, Künzelsau und Schwäbisch Hall bietet die HHN mehr als 60 zukunftsweisende Bachelor- und Masterstudiengänge an, die aufgrund ihrer Anwendungsorientierung den Studierenden einen erleichterten Zugang zur Arbeitswelt ermöglichen. Darüber hinaus pflegt die HHN enge Kooperationen mit zahlreichen Unternehmen in der Region. Somit ist sie sehr gut in Lehre, Forschung und Praxis aufgestellt.

BA „International Business and Intercultural Studies“

Der neue Bachelorstudiengang „International Business and Intercultural Studies“ (IBIS) der Fakultät International Business der Hochschule Heilbronn wurde in diesem Jahr im Rahmen des Deutsch-Französischen Hochschulforums in Straßburg vorgestellt und bietet Studierenden einen zukunftsorientierten Abschluss. Dieses Studienprogramm wird auch vollständig in englischer Sprache angeboten, was deutschen, aber auch ausländischen Studierenden die Türen zu multinationalen Unternehmen sowohl in Deutschland als auch weltweit öffnet. Dieser Bachelor of Arts beinhaltet Kurse aus drei Fachrichtungen:

  1. internationale Betriebswirtschaftslehre
  2. interkulturelle Studien mit den Wahlschwerpunkten arabische, hispanophone, osteuropäische und frankophone Welt sowie
  3. die dazugehörigen Sprachen Arabisch, Spanisch, Russisch und Französisch.

Die Wahlfreiheit zwischen Lehrveranstaltungen auf Deutsch oder Englisch ermöglicht den Studierenden, sich wissenschaftliche Inhalte mit zweisprachigen Fachvokabular anzueignen. Dank der Lehrkräfte, die aus der ganzen Welt stammen und deren internationale Erfahrung nicht nur einen Mehrwert für die Abschlüsse darstellt, werden vor allem wertvolle Kontakte in der Wissenschaft und zu internationale Konzernen vermittelt, was für die Suche nach Praktika und ersten Jobs im In- und Ausland hilfreich ist. Laut einer Studie des Erasmus-Observatoriums in Zusammenarbeit mit dem Centre for Studies and Research on Qualifications (Cereq) vom 25. Mai 2016 haben es Studierende mit internationaler Erfahrung, die durch ein Praktikum, einen Aufenthalt oder ein Studium im Ausland erworben wurde, deutlich leichter, in der Berufswelt Fuß zu fassen und voranzukommen. [1].

Im Hauptstudium können IBIS-Studierende zwei Vertiefungsrichtungen im Bereich Betriebswirtschaftslehre wählen. Sie haben die Wahl zwischen Finanzwesen, internationalem Management, Marketing, Accounting, Logistik oder Personalmanagement. Praxisnahe Fallstudien und interaktive Projekte runden das Lehrplanprofil ab. Neue Fächer wie nachhaltige Entwicklung, künstliche Intelligenz und Digital Business bereiten Studierende auf die Arbeitswelt von heute und morgen vor. In der Tat sind die Herausforderungen, mit denen Studierende der Wirtschaftswissenschaften aufgrund der Entwicklung von Technologien, Algorithmen, aber auch des Klimawandels rechnen müssen, vielfältig.

[1] GRAVELEAU, Séverin. « Les jeunes diplômés partis à l’étranger s’insèrent mieux que les autres. » Le Monde [en ligne]. 25 mai 2016. Disponible sur : http://www.lemonde.fr/campus/article/2016/05/25/les-jeunes-diplomes-partis-a-letranger-s-inserent-mieux-que-les-autres_4926488_4401467.html#5z8IvQGJvEKq8Buc.99.

Stärkung interkultureller Kompetenz

Die Fähigkeit, mit Menschen unterschiedlicher Herkunft zu kommunizieren und zusammenzuarbeiten, sich souverän im Spannungsfeld verschiedener Kulturen zu bewegen und dabei Offenheit und Respekt entgegenzubringen, zählt zu den  wesentlichen Eigenschaften in unserer globalisierten Welt. Die Stärkung interkultureller Kompetenz ist laut dem Europarat in Anbetracht deren wachsender Notwendigkeit eine der Hauptaufgaben von Hochschulen.

Interkulturelle Kompetenzen umschreiben „die Fähigkeit, sich souverän in komplexen Milieus zu bewegen, die durch die zunehmende Vielfalt von Völkern, Kulturen und Lebensstilen geprägt sind“ [2]. Zur interkulturellen Kompetenz gehört die Fähigkeit, in einer mehrsprachigen Situation eine gut verständliche Botschaft zu übermitteln, aber noch wichtiger: Sie beinhaltet die Berücksichtigung kultureller Unterschiede im Kommunikationsakt und ermöglicht den Gesprächspartnern dadurch gegenseitiges Verständnis und Austausch. Interkulturelle Kompetenz zeigt sich nicht nur in der interkulturellen Kommunikation, sondern auch in den Haltungen der Gesprächspartner: Es erfordert Sensibilität für Unterschiede mit dem Ziel, Gemeinsamkeiten zu erkennen. Es ist eine Öffnung gegenüber dem Anderen, das Zurücknehmen des Ichs und die Bewusstwerdung der Dynamik von Kulturen und Identitäten.

Interkulturelle Kompetenz kann somit definiert werden als „die Fähigkeit, Andersartigkeit und kulturelle Vielfalt zu erleben, diese Erfahrung zu analysieren und daraus Nutzen zu ziehen“ [3]. Es gibt zahlreiche Referenzrahmen zum Nachweis interkultureller Kompetenz in Bezug auf Wissen, Fähigkeiten, Einstellungen usw. Interkulturelle Kompetenz kann in folgende Kategorien gegliedert werden: das „Savoir-être“, also die Fähigkeit, sich selbst kritisch zu hinterfragen, das eigene Misstrauen gegenüber anderen zu revidieren; das „Savoir-comprendre“, das auf ein präzises Interpretieren fremdkultureller Quellen abzielt; sowie das „Savoir-apprendre“, also die Fähigkeit, neues Wissen flexibel in realen Kommunikationssituationen anzuwenden [4]. Zu den Einstellungen und Werten, die auch als Grundprinzipien gelten, auf denen diese Fähigkeiten basieren, gehören Offenheit gegenüber Andersartigkeit (durch Neugier und Empathie gefördert), Selbsterkenntnis (einschließlich der kritischen Auseinandersetzung mit eigenen Denkmustern), das gedankliche Aushandeln zwischen eigener und fremder Überzeugungen (ohne sich mit dem Anderen identifizieren zu wollen), Interaktions- und Analysekompetenzen (die ein gemeinsames Handeln in Hinblick auf übergeordneter Ziele ermöglichen)“ [5].

[2] FANTINI A. & TIRMIZI A. Exploring and assessing intercultural competence. World Learning Publications. Dans UNESCO. Compétences interculturelles : Cadre conceptuel et opérationnel. Paris : UNESCO, 2013. Disponible sur : https://unesdoc.unesco.org/ark:/48223/pf0000219768_fre

[3] BEACCO J. C., BYRAM M., CAVALLI M., COSTE D., CUENAT M.E., GOUILLET F., et PANTHIER J. Guide pour le développement et la mise en œuvre de curriculums pour une éducation plurilingue et interculturelle. Division des Politiques linguistiques, Conseil de l’Europe. 2010. https://shs.cairn.info/guide-pour-le-developpement-et-la-mise-en-oeuvre--9789287182333?lang=fr

[4] BYRAM M., GRIBKOVA B. & STARKEY H. Développer la dimension interculturelle dans l’enseignement des langues. Une introduction pratique à l’usage des enseignants. Strasbourg : Éditions du Conseil de l’Europe, 2002. Disponible sur : https://rm.coe.int/16802fc3aa

[5] WEISSER Marc. Former aux compétences interculturelles en école d’ingénieur. Revue internationale de pédagogie de l’enseignement supérieur, 2015. https://journals.openedition.org/ripes/997?lang=en

Das Erleben von Vielfalt ist unerlässlich

Interkulturelle Kompetenzen werden sowohl implizit als auch explizit in vielen Momenten des Lebens entwickelt, wohlgemerkt nicht nur im Laufe unseres Bildungswegs. Die UNESCO legt in ihrem Referenzdokument zu interkulturellen Kompetenzen einen operativen Plan zur Stärkung der Ausbildung vor. Diesem Text zufolge „kann man den sozialen Charakter der eigenen Kultur als soziales Konstrukt am besten entdecken, wenn man mit einer anderen Kultur mit völlig anderen Voraussetzungen in Kontakt kommt“ [6].

Das Erleben von Vielfalt ist daher unerlässlich. Die Internationalisierung der Bildung schafft daher wertvolle Gelegenheiten, sich interkulturell fortzubilden. Aber die bloße Erfahrung von Vielfalt ohne Momente der Analyse und Selbstreflexion reicht nicht immer aus. Der Studiengang IBIS greift diese Herausforderung auf und bietet ein strukturiertes Konzept an, das interkulturelle Begegnungen (z. B. durch Integration ausländischer Studierender in Lehrveranstaltungen, internationale Mobilität von unseren Studierenden und Telekollaborationen im Sinne eines kooperativen Onlineunterrichts mit Partnerhochschulen) mit spezifischen Lehrveranstaltungen verbindet. Studierende werden dazu ermutigt, sich intensiv mit ausgewählten Kulturräumen, z. B. der frankophonen Welt, auseinanderzusetzen, um sowohl kulturelle als auch wirtschaftliche Zusammenhänge besser zu verstehen.

[6] UNESCO. Compétences interculturelles : Cadre conceptuel et opérationnel. Paris : UNESCO, 2013. https://unesdoc.unesco.org/ark:/48223/pf0000219768_fre/PDF/219768fre.pdf.multi

Das Curriculum

Das Curriculum umfasst die Analyse wirtschaftlicher Entwicklungen, umfassende landeskundliche Inhalte (Politik, Geschichte, Imperialismus, Geographie etc.) sowie interkulturelles Management im Allgemeinen sowie mit regionalspezifischen Bezug u. a. zu Frankreich und weiteren ausgewählten frankophonen Ländern. Praxisorientierte Ansätze wie „Doing Business“ und „Doing Tourism“ in französischsprachigen Ländern bereiten die Studierenden gezielt auf internationale Karrieren vor. Intensivkurse auf zwei Niveaus ermöglichen das Erlernen der französischen Sprache oder die Vertiefung bestehender Kenntnisse mit Wirtschaftsspezialisierung. Der Studiengang IBIS ist folglich ein einzigartiges Lehrprogramm, das über die üblichen Angebote von Studiengängen zur internationalen Betriebswirtschaft hinausgeht, welche neben betriebswirtschaftlichen Fächern meist nur Englischkurse und allgemeine Einführungen in die interkulturellen Studien anbieten.

Das Erlernen der französischen Sprache und das Verständnis der französischen sowie frankophonen Kultur stärken nicht nur die deutsch-französische Zusammenarbeit, sondern auch die wirtschaftlichen und sozialen Beziehungen zu zahlreichen Ländern weltweit, in denen Deutschland aktiv ist. Dank des weitreichenden Netzwerks der Partnerschulen der HHN und der Fakultät International Business, das Institutionen in Ländern wie Frankreich, Tunesien und Kanada umfasst, profitieren Studierende von einem intensiven Hochschulaustausch. Dieser bereichert nicht nur ihre akademischen Kenntnisse, sondern auch ihre interkulturelle Erfahrung.

An der Hochschule Heilbronn gibt es viele französischsprachige Studierende auch in anderen Fachdisziplinen. Deshalb sind die Lehrangebote unserer Fakultät in deutscher und englischer Sprache eine Chance für französischsprachige Studierende, die neben naturwissenschaftlichen Fächern auch die deutsche Sprache in Deutschland erlernen können. Darüber hinaus ist die Stadt Heilbronn sehr weltoffen und zeichnet sich durch eine der höchsten Dichten an Weltmarktführern aus [7]. Dank dieser Unternehmen ist die Arbeitslosenquote mit 4,6% vergleichsweise niedrig [8], was den Studierenden einen schnellen und einfachen Einstieg in die Arbeitswelt sowie die Integration in die Studienregion ermöglicht.

Weitere Informationen zum Studiengang IBIS finden Sie auf folgender Webseite: www.hs-heilbronn.de/de/internationale-betriebswirtschaft-interkulturelle-studien

 

M.A. Anne-Sophie Ahrens, anne-sophie.ahrens@remove-this.hs-heilbronn.de, Prof. Dr. Lars Gaiser, Director of the Institute for Intercultural Studies, Senior Manager of the Regional Studies Section, IBIS Region manager (Francophone world, Orient (incl. North Africa)) Lars.Gaiser@remove-this.hs-heilbronn.de

 

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