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Quoi de neuf - Nouvelles du bilingue 2026

Wir machen gute Arbeit – aber wer merkt es und wann? Ein Appell

Meistens merken es unsere Schülerinnen und Schülern und auch die Eltern schon während der Schulzeit, wenn nicht spätestens in Richtung Abitur – und deswegen rekrutieren wir ältere Schülerinnen und Schüler, um jüngeren etwas zu erklären, für das Abibac zu werben oder am Tag der offenen Tür fröhlich lächelnd als Werbeträger tätig zu sein. Aber die Resultate sind dann doch manchmal ernüchternd.

Ohne zu behaupten, den Stein der Weisen gefunden zu haben, wird mir immer bewusster, wie sehr man auch die Alumni einbeziehen muss. Wir erklären wortreich, welche interkulturellen Kompetenzen man unabhängig vom deutsch-französischen Kontext erwirbt, aber der Ehemalige, der einen trinationalen Wirtschaftsmaster London-Hongkong-Madrid macht und berichtet, wie schwer es anderen fällt, sich jeweils kulturell anzupassen, ist um vieles glaubwürdiger als wir.

Oder der Maschinenbauer, der fast zufällig an der TU Darmstadt in ein Doppelprogramm mit der Ecole Centrale mit Lyon stolpert und dann merkt, was es heißt, eine der prestigeträchtigsten Grandes Ecoles abzuschließen und dann ein zweisprachiger Ingenieur zu sein (plus Englisch natürlich, aber das ist ja eine Kulturtechnik und keine Fremdsprache).

Oder die frischgebackene Doktorin der Chemie, die überzeugend erklärt, dass ein binationaler Bachelor durch seine angeblich etwas dünne Fachlichkeit im Vergleich zu einem „richtigen“ Studium an der Uni Freiburg kein Hinderungsgrund für eine wissenschaftliche Karriere ist.

Oder abschließend der deutsch-französische Politikstudent, der Lettisch und das Baltikum als zusätzliche Regionalkompetenz hinzugenommen hat und sich jetzt schlafwandlerisch sicher in vielen Teilen Europas zu recht findet.

Diese Verbundenheit mit der alten Schule, die bei den oben genannten Beispielen tw. über zehn Jahre schon andauert, ist die Frucht eines erfolgreichen bilingualen Bildungsganges, in dem nicht nur Fachlichkeit ein Rolle spielte, sondern Anerkennung für den freiwillig erhöhten Arbeitsaufwand, Lob für die überdurchschnittlichen Leistungen und viele gemeinsame Erlebnisse und Erfahrungen bei Austauschen, Drittortbegegnungen, Projekten u.v.m. 

Das machen wir ja und daher appelliere ich an uns alle, Kontakt zu Alumni zu halten. 

Es lohnt – und macht Freude!
 

Alexander Schröer, schroeer.alexander@remove-this.osg-mainz.de, stellvertretender Vorsitzender von Libingua

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