Deutsch französisches Institut:
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Karlsruhe
Französischlehrer*innentag

Deutsch-Französischer Tag für Französischlehrer*innen

Das Institut français Stuttgart, das Deutsch-Französische Institut und das Staatliche Seminar für Didaktik und Lehrerbildung Karlsruhe haben am 27. Januar 2012 im Festsaal der Karlsburg von Karlsruhe-Durlach bei einem gemeinsamen Deutsch-Französischen Tag rund 130 Französischlehrer und -referendare empfangen. Der Klett-Verlag hatte die Veranstaltung freundlicherweise über seinen Newsletter für Französischlehrer beworben.

Michel Charbonnier, Generalkonsul in Stuttgart, dankte in seiner Eröffnungsansprache den Französischlehrern für ihr unermüdliches Engagement, die französische Sprache ihren Schülern zu vermitteln. Französisch gelte in Deutschland – genau wie Deutsch in Frankreich – vielerorts als elitäre Sprache, die die Wahrung der Chancengleichheit behindere. Dies sei mitnichten der Fall, so der Konsul, der Sprachunterricht helfe stattdessen den Schülern, sich für Neues zu öffnen; außerdem könne die Kenntnis der französischen Sprache hilfreich beim späteren Einstieg in das Berufsleben sein.

Werner Spec, Oberbürgermeister der Stadt Ludwigsburg und Vize-Präsident des dfi, stellte anschließend das Projekt „Europa nur mit uns! Forum junger Menschen zur Partizipation in Europa“ vor (s. Beitrag de Gaulle-Fachtagung in dieser Ausgabe, S. 5), das die Stadt Ludwigsburg in Zusammenarbeit mit dem dfi anlässlich des 50. Jahrestages der Rede Charles de Gaulles an die deutsche Jugend in Ludwigsburg organisiert. Wie die jüngere Geschichte inner- oder außerhalb des Klassenzimmers lebendig werden kann, zeigten Professor Jürgen Meffert vom Staatlichen Seminar für Didaktik und Lehrerbildung und Manfred Kaut, Französisch- und Geschichtslehrer im Ruhestand, bei der Präsentation des pädagogischen Projektes „Die Anfänge der europäischen Einigung – die großen Etappen der deutsch-französischen Verständigung“.

Kaut, Zeitzeuge der de-Gaulle-Rede in Ludwigsburg, berichtete den Lehrern von seinen damaligen Eindrücken und erläuterte, wie er diese in Schulklassen in Verbindung mit dem historischen Kontext jeweils darstellt. Dabei betonte er mehrfach die Wichtigkeit von symbolischen Akten für den Erhalt der deutsch-französischen Freundschaft. Als Beispiele nannte er das gemeinsame Gedenken 1984 an die Toten des 1. Weltkrieges in Verdun durch den damaligen Bundeskanzler Helmut Kohl und den damaligen französischen Staatspräsidenten François Mitterand oder die gemeinsame Sitzung der französischen Nationalversammlung und des deutschen Bundestages im Theater von Versailles anlässlich des 40. Jahrestages der Unterzeichung des Elysee-Vertrages 2003.

Michel Boiron, Leiter des Centre d’Approches Vivantes des Langues et des Médias (CAVILAM) in Vichy, hielt im zweiten Teil der Veranstaltung einen lebhaften Vortrag zum Thema „Kurzfilme – ein neuer Weg, um das Kino in den Unterricht zu integrieren“. Am Beispiel dreier Animationsfilme führte er unterschiedliche Vorgehensweisen für deren Einsatz im Sprachunterricht vor. Hinweise auf diverse Kurzfilme und zugehörige Unterrichtsvorschläge können von der Website des CAVILAM (qwww.cavilam.com/) heruntergeladen werden. Im nächsten Jahr soll der Deutsch-Französische Tag für Französischlehrer Anfang Februar nach den Zeugniskonferenzen stattfinden. Veranstaltungsort ist voraussichtlich das Regierungspräsidium in Stuttgart-Vaihingen. 

Teilnehmer bei der Veranstaltung
Teilnehmer bei der Veranstaltung
Oberbürgermeister Werner Spec beim Deutsch-Französischen Tag für Französischlehrer in Karlsruhe
Oberbürgermeister Werner Spec beim Deutsch-Französischen Tag für Französischlehrer in Karlsruhe
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