Deutsch französisches Institut:
https://www.dfi.de/veranstaltungen/archiv/einzelansicht

Ludwigsburg
Französischlehrer*innentag

Deutsch-Französischer Tag für Französischlehrer*innen

Da das Institut Français Stuttgart in diesem Januar in seinen neuen Sitz im Zentrum Stuttgarts umzog, fand der Deutsch-Französische Tag, der traditionsgemäß anlässlich des Jubiläums des Elysee-Vertrags begangen wird, in diesem Jahr als Gemeinschaftsveranstaltung des dfi und des Institut français am 25. Januar in Ludwigsburg statt.

Die Veranstaltung, die für Französischlehrer und –Referendare konzipiert war, wurde durch den französischen Generalkonsul in Stuttgart Christian Dumon und Prof. Dr. Henrik Uterwedde, stellvertretender Direktor des dfi , eröffnet. Prof. Dr. Mertens von der PH Ludwigsburg stellte in einem kurzen Beitrag die Vereinigung der Französischlehrerinnen und -lehrer (VdF) vor und warb darum, dieser beizutreten. Von Seiten des Klett Verlags, der die Konferenz freundlicherweise beworben hatte, hieß Christa Weck, Redaktionsleiterin Französisch, die ca. 60 Teilnehmer willkommen.

Martin Villinger, Leiter der Bibliothek des dfi , informierte über die Dienstleistungen, die das dfi für Französischlehrer anbietet: Dies sind z.B. die Zusammenstellung von Materialdossiers zur Vorbereitung des Unterrichts, der Versand von Presseartikeln zu frankreichbezogenen Themen oder auch der Empfang von Schülergruppen zu Rechercheseminaren in der Frankreich-Bibliothek. Angebote des Instituts, die gezielt den bilingualen Unterricht in Deutschland und Frankreich unterstützen, sind der elektronische Newsletter „Quoi de neuf – Nouvelles de bilingue“ (qhttp:// www.schule-bw.de/unterricht/faecher/franz/bil/ newsletter/index.html), den das Institut gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft der Gymnasien mit zweisprachig deutsch-französischem Zug in Deutschland herausgibt, und die unterrichtsbegleitenden Materialdossiers, die z.B. zum Thema „Industrielle Verdichtungsräume in Frankreich und Deutschland“ erstellt werden. Hauptreferent der Veranstaltung war Michel Boiron, Leiter des Centre d’Approches Vivantes des Langues et des Médias (CAVILAM) in Vichy, der in einem lebhaften Vortrag seine Vision von einem Französischunterricht darstellte, in dem die Schüler freudig die Sprache lernen, die sie vielerorts – so auch im zweisprachigen Belgien – nicht als charmantes Mittel ansehen, mit Frankophonen ins Gespräch zu kommen, sondern als schwieriges und deshalb vor allem lästiges Unterrichtsfach. Sein Motto „Motiver à apprendre, apprendre à motiver“ erläuterte er mit einem nahe liegenden und doch überraschenden Vergleich: Das Wort „aimer“ und „apprendre“ hätten eine Gemeinsamkeit, nämlich die Unmöglichkeit, aus ihnen einen Imperativ zu bilden. Genau so wenig, wie man einen Menschen zwingen könne, zu lieben, könne man ihn zwingen zu lernen. Deswegen müsse am Anfang jedes Lernprozesses die Motivation stehen. Ein Französischunterricht, in dem die Sprache als sofort anwendbares Kommunikationsmittel erlebt würde, könnte dazu dienen diese Motivation zu wecken. 

Deutsch-Französischer Tag für Französischlehrer am dfi
Deutsch-Französischer Tag für Französischlehrer am dfi
Zurück
Icon Briefumschlag