Die drei Mitarbeiter des dfi präsentierten den über vierzig Zuhörerinnen und Zuhörern verschiedene Karikaturen, um ihnen ein besseres Verständnis der Geschichte der politischen und sozialen Beziehungen zwischen Frankreich und Deutschland zu vermitteln, und zugleich zu zeigen, wie die deutsch-französischen Beziehungen zahlreiche Karikaturisten vom 19. Jahrhundert bis heute inspiriert haben.
Zunächst erläuterte Martin Villinger Inhalt und Entstehung der Karikaturensammlung der Frankreich-Bibliothek, ihre Digitalisierung und den Aufbau einer virtuellen Ausstellung aus dieser Sammlung heraus.
Xavier Froidevaux analysierte im Anschluss Karikaturen aus der Zeit von 1870 – der Niederlage Napoleons III. gegen Preußen und seine Verbündeten und dem damit verbundenen Verlust des Elsass und Lothringens an das Deutsche Reich – bis 1940, dem Jahr der Besetzung Frankreichs durch Truppen des III. Reichs. Die Karikaturen hatten hauptsächlich die bewaffneten Auseinandersetzungen und die anschließenden Friedensverhandlungen zum Thema, aber auch Initiativen zur Aussöhnung, die es auch in diesen Zeiten gab.
Baptiste Bouchet übernahm mit einer Präsentation politischer Karikaturen von 1945 bis zum Ende der Ära Merkel im Jahr 2021. Es wurden zahlreiche Themen behandelt, darunter insbesondere die Versöhnungsprozesse (der Élysée-Vertrag vom Januar 1963, die Beziehung zwischen Konrad Adenauer und Charles De Gaulle als Modell für ihre Nachfolger, die europäische Integration und die EU-Erweiterung sowie die Beziehungen zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel und vier französischen Präsidenten (Jacques Chirac, Nicolas Sarkozy, François Hollande und Emmanuel Macron) und ihre Darstellung in den französischen Medien.
Zahlreiche deutsch-französische Karikaturen können Sie sich online über unsere Website
oder in der
virtuellen Ausstellung Die Geschichte der deutsch-französischen Beziehungen in Karikaturen ab 1871
ansehen.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Volkshochschule Ludwigsburg

