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Ludwigsburg
Jahrestagung

Sozial- und Solidarwirtschaft (SSW) in Frankreich und Europa Vielversprechender Weg aus der Krise oder „im Westen nichts Neues“?

Die XXXII. Jahrestagung des dfi rückte mit der Sozial- und Solidarwirtschaft (SSW) ein Thema in den Vordergrund, das in den vergangenen Jahren in Frankreich verstärkt auf sich aufmerksam gemacht hat. Seit 2012 wirbt ein Mitglied der Regierung dafür; 2014 wurde der rechtliche Rahmen gestärkt. Gleichwohl weiß man in Deutschland verhältnismäßig wenig über diese Entwicklungen im Nachbarland. Am 2. und 3. Juni diskutierten deshalb ausgewiesene Experten für diesen Wirtschaftssektor aus Deutschland und Frankreich das Thema mit rund 60 Vertretern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung sowie Frankreichinteressierten in Ludwigsburg.

Die sogenannte économie sociale et solidaire beschreibt in Frankreich einen Wirtschaftssektor, der in den vergangenen Jahren vermehrt auf sich aufmerksam gemacht hat. Die ESS umfasst eine Reihe heterogener Akteure aus dem wirtschaftlichen und dem sozialen Bereich, denen es neben der wirtschaftlichen Tragfähigkeit vor allem um einen sozialen oder ökologischen Mehrwert geht. Insgesamt beschäftigt dieser Bereich, in dem sich staatliche Unterstützung, Marktprinzipien und zivilgesellschaftliches Engagement in ganz unterschiedlichen Formen überlappen, 2,4 Millionen Personen in Frankreich. Das entspricht 10,5% aller Beschäftigten. Ähnliche Entwicklungen sind auch in vielen anderen europäischen Ländern zu beobachten.

Publikation:

Frankreich-Jahrbuch 2016. Sozial- und Solidarwirtschaft in Frankreich und Europa
Herausgegeben von Deutsch-Französisches Institut
Springer,  2017, 246 Seiten, broschiert
ISBN 978-3-658-17621-1

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