Frankreich erfindet sich neu – mit diesem Versprechen ist Emmanuel Macron bei den Präsidentschaftswahlen 2017 angetreten. In Anbetracht der politischen Veränderungen, die sich mit seiner Wahl im vergangenen Jahr für Frankreich ergaben, rückte die diesjährige Jahrestagung des dfi, die am 28. und 29. Juni in Ludwigsburg stattfand, aktuelle Veränderungen in repräsentativen Demokratien in den Mittelpunkt. Die Tagung wurde in Kooperation mit der Deutsch-Französischen Hochschule organisiert und ermöglichte auch zahlreichen NachwuchswissenschaftlerInnen die Teilnahme.
Inhaltlich wurde über die Veränderungen in Frankreich hinaus der Blick auf Anpassungs- und Veränderungsprozesse gerichtet, die auch andere europäische Länder und die Europäische Union als Ganzes betreffen. Dazu zählen das Entstehen neuer politischer Bewegungen, das Erstarken populistischer Strömungen, die Schwierigkeiten der Mobilisirung im linken politischen Lager, aber auch die vielerorts zu beobachtende Verjüngung der Politik und die Frage, wie die Rückbindung der Bürger an politische Systeme gelingt.
Publikation:
Frankreich-Jahrbuch 2018. Das Phänomen Macron und die Krise der Demokratie in Europa
Herausgegeben von Deutsch-Französisches Institut
Springer, 2019, 237 Seiten, broschiert
ISBN 978-3-658-26021-7



