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Ludwigsburg
Jahrestagung

Beschleunigte Transformationsprozesse in Europa Von Macrons Sorbonne-Rede zur Regierungserklärung Olaf Scholz’ 2022

Europa steht vor gewaltigen Veränderungen. Es geht dabei um nichts weniger als die Entwicklung eines neuen Wirtschaftsmodells. Und auch unsere Gesellschaften, die Art und Weise, wie wir leben und arbeiten, aber auch die Funktionsweise der Politik werden sich grundsätzlich ändern müssen. Aber wie kann es gelingen, diese Veränderungen als „Transformationsprozesse“ gemeinsam gesellschaftlich und politisch zu gestalten? Im Zeichen des russischen Angriffs auf die Ukraine widmete sich die XXXVIII. Jahrestagung des dfi, in Kooperation mit der Deutsch­Französischen Hochschule (DFH), am 7. und 8. Juli 2022 dieser Thematik. Die über 70 Teilnehmenden in Ludwigsburg starteten mit einer Bestandsaufnahme der verschiedenen Krisen und Herausforderungen. Danach wurden in zwei Arbeitsgruppen (1) die Auswirkungen auf das europäische Wirtschaftsmodell und die wirtschaftspolitischen Herausforderungen diskutiert, sowie (2) die Abhängigkeiten bei der Energieversorgung und die nötigen Konsequenzen für eine EU­Energiepolitik besprochen. Am zweiten Konferenztag schloss sich eine deutsch­französische Debatte darüber an, auf welche Weise und auf welcher Ebene politische Antworten auf diese Herausforderungen gefunden werden können. Neben den verschiedenen EU­Programmen (Next Generation, New Green Deal, REPowerEU etc.) ging es um die Frage, welche Impulse von der französischen und deutschen Europapolitik zu erwarten sind. Dabei herrschte der Eindruck vor, dass die innenpolitischen Konstellationen an Bedeutung gewinnen und den Handlungsspielraum der politischen Akteure eher einschränken.

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