Deutsch französisches Institut:
https://www.dfi.de/veranstaltungen/klimaschutz-energie-digitalisierung-wandel-gestalten

Klimaschutz, Energie, Digitalisierung

Wandel gestalten - Jahrestagung des dfi, 27.-28. Juni 2024

XXXIX. Jahrestagung des dfi

Deutsch-französische Antworten auf die Transformation unserer Gesellschaften

Über 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Deutschland und Frankreich haben  am 27. und 28. Juni 2024 bei der XXXIX. Jahrestagung des dfi in Ludwigsburg teilgenommen.

Die Panels der Tagung befassten sich mit

  • der Gestaltung der Transformationsprozesse in Europa
  • der deutschen und französischen Energiepolitik im veränderten geopolitischen Umfeld
  • lokalen Klimalösungen
  • der Digitalisierung als europäischre Herausforderung

Ziel war es jeweils, gemeinsame deutsch-französische Antworten auf die Transformation unserer Gesellschaften zu finden.

Die Podiumsdiskussion am Abend des 27. Juni befasste sich mit der Frage: "Europa nach den Wahlen: Wie geht es weiter mit dem Green Deal?"

Programm der Veranstaltung

Gäste aus Politik, Forschung und Privatwirtschaft

In vier Paneldiskussionen und einem Abendvortrag stellten sich deutsche und französische Gäste aus Politik, Forschung und Privatwirtschaft in Vorträgen und Diskussionen mit dem Publikum Fragen zur Energiewende oder zu den Herausforderungen der europäischen und deutsch-französischen Zusammenarbeit in einem sich wandelnden geopolitischen Umfeld. Ein weiteres Thema war der Einfluss der Ergebnisse der Europawahlen auf die Umsetzung des Green Deal.

Am nächsten Tag tauschten sich die Referenten mit dem Publikum über die Herausforderungen des ökologischen Wandels auf lokaler Ebene sowie über die Digitalisierung und den Einfluss der künstlichen Intelligenz aus.

Auch wenn die verschiedenen Beiträge unterschiedliche Fragen aufwarfen, wurden einige Themen immer wieder angesprochen. Die Bedeutung der lokalen Ebene für die Energiewende wurde mehrfach hervorgehoben, insbesondere bei der Wahl des Energiemixes, die auf lokaler Ebene erfolgt, aber nicht an Verwaltungsgrenzen Halt machen darf. Mehrere Teilnehmer betonten, wie wichtig es sei, mit der Bevölkerung zu interagieren, damit diese sich der Veränderungen bewusst werde und sich gegebenenfalls daran beteiligen könne.

Die Einbeziehung der lokalen Ebene müsse jedoch mit einer gewissen Zusammenarbeit auf europäischer Ebene und generell zwischen den verschiedenen Verwaltungseinheiten einhergehen. Die Europäische Union muss die Einführung einer klaren Agenda fördern, um die Mitgliedsstaaten bei der Energie- und Umweltwende zu begleiten. Sie ermöglicht es auch, dort einzugreifen, wo die Mitgliedstaaten nicht eingreifen können oder wollen, und einen gewissen Schutz der Europäer vor Giganten wie China oder den USA zu gewährleisten. Dieser Schutz wurde jedoch von einigen kritisiert, da er die Wettbewerbsfähigkeit Europas auf dem globalen Innovationsmarkt bremsen könnte.

Die interkulturelle Zusammenarbeit war ebenfalls ein zentraler Punkt der Diskussionen. Sie stellt für die Referenten einen klaren Mehrwert dar, auch wenn sich die Zusammenarbeit als schwierig erweisen kann. Anhand des deutsch-französischen Beispiels wurde darauf hingewiesen, dass, wenn beide Länder unterschiedliche Ziele oder politische Ansätze haben, diese einerseits von den Medien übertrieben dargestellt werden, andererseits aber kein Hindernis für die Zusammenarbeit darstellen, da die Lösungen zur Erreichung dieser Ziele dieselben seien.

 

Die Herausforderung liegt vor allem in der Umsetzung dieser Transformationen

Auch wenn in der Forschung viele Fortschritte gemacht wurden und die meisten Lösungen für eine Energie- und Umweltumstellung bereits existieren, liegt die Herausforderung fast ausschließlich in der Umsetzung dieser Transformationen. Diese Umsetzung erfordert neben der Zusammenarbeit zwischen Ländern und verschiedenen Verwaltungsebenen Zeit und eine politische und wirtschaftliche Sicherheit, die es ermöglicht, Investitionen zu sichern. Die Risiken, die die Wahl klimaskeptischer Kräfte mit sich bringt, wurden natürlich als eine große Gefahr für die europäische Zusammenarbeit und die Transformationen, die Europa erwarten, dargestellt.

Die verschiedenen Diskussionen förderten insgesamt den deutsch-französischen Austausch, aber auch die Gegenüberstellung von Standpunkten aus unterschiedlichen Bereichen von Politik, Wissenschaft und Gesellschaft, um ein breites Bild der Stärken der europäischen Transformation, der noch zu vertiefenden Punkte und der zukünftigen Herausforderungen zu zeichnen.

 

[Translate to Francais:]
Ansprechpartner/in
Eileen Keller

Chargée de projet

+49 7141-9303-10

Details

Fotogalerie

Wir danken unseren Förderern und Kooperationspartnern

Icon Briefumschlag