Deutsch französisches Institut:
https://www.dfi.de/veranstaltungen/panel-diskussion-klimaanpassung-in-kommunen

Wie können Kommunen Klimaschutz und Klimaanpassung stärken?

Panel-Diskussion „Partnerships for Climate Action“

Prof. Dr. Marc Ringel hat in die Panel-Diskussion „Wie können Kommunen Klimaschutz und Klimaanpassung stärken? Welche Rolle spielen Allianzen und Partnerschaften dabei?“ beim kommunalen Forum „Partnerships for Climate Action“ des Landratsamts Ludwigsburg am 6. März 2024 eine deutsch-französische Perspektive eingebracht.

Mit ihm diskutierten

  • Prof. Dr.-Ing. Martina Hofmann, Geschäftsführerin KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg
  • Prof. Dr. Iris Lewandowski, Fachgebiet für Nachwachsende Rohstoffe in der Bioökonomie, Universität Hohenheim
  • Moderation: Janine Steeger

Dabei betonte Ringel, dass die Gewinnung von Forschungsergebnissen nur eine Dimension des Umgangs mit Herausforderungen sei, die sich durch den Klimawandel für die kommunale Ebene stellen.

Austausch mit Partnergemeinden ist gewinnbringend

Wichtig sei auch der Austausch der verschiedenen Akteure untereinander, um so bestehende Lösun­gen für Klimaschutz und Klimaanpassung in die Breite zu tragen. Und speziell der zwischen Partnergemeinden in Frankreich und Deutschland könne für beide Seiten gewinnbringend sein.

Besonders die Art und Weise, wie dort Gemeinden dem „schleichenden Klimawandel“, z.B. lokalen Dürren, Bränden oder Überschwemmungen, be­gegnen, zeige, dass man im Nachbarland diese ­Probleme sehr viel besser verstanden habe als in Deutschland. Aus den dort gemachten Erfahrungen sollten wir lernen und viele der Lösungen, die ge­funden wurden, übernehmen, so Marc Ringel.

Auch Thekla Walker, Ministerin für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg, und Günther H. Oettinger, ehemaliges Mitglied und Vizepräsident der Europäischen Kommission; Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg a. D., wiesen in ihren Einführungen darauf hin, dass ­europaweit Lösungen existieren, die wir hier in Deutschland nicht neu erfinden müssen, sondern intelligent kopieren können. Dies zu tun, mache uns schneller und effektiver.

Klimaschutz als „Empowerment“

Die Themen Klimaschutz und Klimaanpassung haben für die kommunale Zusammenarbeit darüber hinaus eine weitere Dimension: Sie bieten die ­Möglichkeit, gemeinsam an konkreten Projekten zu ­arbeiten. Ringel stellte in diesem Zusammenhang heraus, dass Arbeit für den Klimaschutz ein ­„Empowerment“ speziell für junge Menschen sei und so ein erhebliches Potenzial bietet, sie in ­Kommunalpartnerschaften einzubinden und die Partnerschaften damit neu zu beleben.

Die dafür nötige Vernetzung von deutschen und französischen Gemeinden fördert das dfi seit vielen Jahren, u.a. durch das Angebot jumelage.eu, einer Plattform für kommunale Partnerschaften.

Auch das Thema „Klima“ hat das Institut schon länger auf der Agenda: Aktuell arbeitet es im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung an einer Studie zur EU-Mission „100 klimaneutrale und intelligente Städte bis 2030“. Im Projekt „Kommunale Klimafolgenanpassung in Deutschland und Frankreich – ein Vergleich“, das die Wüstenrot-Stiftung unterstützt, untersucht das dfi in vergleichender Perspektive, wie speziell kleinere Kommunen präventiv an die Klimafolgenanpassung herangehen.

Isabell Hoffmann, Direktorin des Deutsch-Französischen Instituts
Ansprechpartner/in
Isabell Hoffmann

Direktorin

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